Salzburger Festspiele

ServusTV bringt Live-Oper ins TV

Alexander Pereira
© oper.servustv.com
"Das ist die Zukunft dieses Genres", so der Intendant der Salzburger Festspiele.
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Sie steht im Programm der Salzburger Festspiele nur als Randnotiz, nicht aber als richtige Opernaufführung. Und doch dürfte sie eine der aufwendigsten und größten Produktionen dieses Festspielsommers sein: Die "Entführung aus dem Serail" von Mozart soll in der Zusammenarbeit der Salzburger Festspiele mit Servus TV von Red Bull nicht Menschen im Saal begeistern, sondern vor die Bildschirme entführen. Dieser Festspiel-Mozart spielt im Hangar 7 und Hangar 8 von Dietrich Mateschitz. Aber als Ganzes gesehen werden kann diese Oper diesmal nur im Fernsehen. Premiere und Liveübertragung sind am 26. August um 20.15 Uhr.

Konzept bereits erprobt

Festspiel-Intendant Alexander Pereira hat 2008 mit seiner Zürcher Oper ausprobiert, was jetzt auch in Salzburg umgesetzt werden wird: Oper nur fürs Fernsehen: "Unsere 'Traviata' hat damals am Hauptbahnhof gespielt und in der Umsetzung für das Schweizer Fernsehen eine Quote von 34 Prozent erreicht", sagte Pereira heute, Montag, Vormittag, bei einem Pressegespräch. "Da sind Momente etwa der Einsamkeit entstanden, die so auf einer Opernbühne gar nicht transportierbar sind. Oper, bei der nicht nur das Geschehen auf einer Bühne abgefilmt wird, sondern die eigens für das TV produziert wird, das ist die Zukunft dieses Genres", so der Intendant, der für 2014 - seinem dritten und letzten Jahr in Salzburg - ein "ähnliches und zugleich anderes" Projekt mit dem "Don Giovanni" angekündigt hat.

Einzigartiges Projekt

Bei der Salzburger "Entführung" spielt die Camerata unter Hans Graf im Hangar 8. Der Klang des Orchesters sowie die Gesten des Dirigenten werden in den Hangar 7 übertragen. Dort singen und sprechen etwa Diana Damrau als Konstanze, Javier Camarena als Belmonte, Tobias Moretti als Bassa Selim oder Kurt Rydl als Osmin auf der Tragfläche eines Flugzeugs, in einem Rennwagen oder irgendwo anders in diesem riesigen Raum. Die Oper spielt dezentral, es gibt keinen Ort, von dem aus das gesamte Geschehen überblickt werden könnte. Erst im Fernsehen fügen sich die Teile zusammen. 200 Leute der Crew sollen mit 20 Kameras, satellitengestützten Übertragungswegen, Kopfhörern, Monitoren und 100 Funkstrecken für Synchronität sorgen. Zusätzlich leiten Subdirigenten die Einsätze an die Sänger weiter, die das Orchester direkt weder sehen noch hören können. TV-Regisseur Felix Breisach bezeichnete diese Fernseharbeit als extrem kompliziertes "Sudoku für Fortgeschrittene". Die Gesamtkosten dieses Spektakels mit Mozart betragen rund eine Mio. Euro, die Festspiele sind für das künstlerische Know-how zuständig.

Realisierung geglückt
Adrian Marthaler, Regisseur vor Ort und ehemaliger Programmchef des Schweizer Fernsehens, erklärte, die größte Herausforderung bei diesem Projekt sei gewesen, den Raum mit seinen Rennwagen und Flugzeugen in sinnvollen Kontext zur Geschichte der Mozart-Oper zu stellen. "Die zentrale Frage war, was der Hangar 7 mit einem Serail zu tun haben soll. Da sind wir auf die Idee gekommen, den Bassa Selim zu einem egomanischen Modezaren zu machen. Plötzlich wurde der Hangar 7 zum Palast und die Requisiten bekamen doppelten Sinn. Zum einen sind die Flugzeuge wunderbare Kulisse für Fotoshootings von Models (Sängerinnen des Salzburger Bachchores in Kostümen von Lena Hoschek), und zweitens sind sie Ausdruck einer fetischistischen Sammlerleidenschaft eines Egozentrikers, der sich die Models hält wie Bassa Selim seine Liebesdienerinnen im Serail. Auf diese psychologische Grundidee ist unsere Produktion konzentriert", erläuterte Marthaler, der ebenso wie der für die Umsetzung im TV verantwortliche Felix Breisach bereits in Zürich mit von der Partie war.

In 30 Länder übertragen
Alle 650 Karten sind von Red Bull für die Premiere im Hangar 7 und Hangar 8 bereits verkauft, obwohl die Fäden der Oper nur im Fernsehen zusammenlaufen. Direkt vor Ort kann das Publikum mit Kopfhörern herumspazieren, erlebt optisch aber nur einzelne Ausschnitte der Oper, von der heuer noch eine DVD herausgebracht werden soll. Übertragen wird diese "Entführung auf den Bildschirm" nicht nur in Servus TV, sondern in 30 Länder, im Internet sowie auf Großleinwände am Salzburger Kapitelplatz, am Wiener Rathausplatz und in Räume der Linzer Ars Electronica.

Die TV-Highlights des Jahres 2013


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Juergen Maurer ist "Kommisar Rex'" neues Herrl

Dienstantritt für Juergen Maurer in Meran! Am Samstag, dem 21. Dezember 2013, um 20.15 Uhr in ORF 2 bekommt Österreichs Kultkommissar auf vier Beinen ein neues Zuhause und einen neuen Partner an die Seite gestellt. Im neuen ORF/RAI-Fernsehkrimi "Kommissar Rex - Eiszeit" geht es für den Vierbeiner nach Südtirol. Dort soll er der neue Partner von Kommissar Andreas Mitterer alias Juergen Maurer ("Das Wunder von Kärnten") werden.

© ORF/Beta Film

Sascha Hehn wird "Traumschiff"-Kapitän

Wenn "Das Traumschiff" unterwegas ist, "weiß das Publikum weiß seit 32 Jahren: Es geht immer alles gut aus, es gibt ein Happy End, es wird ein tolles Land gezeigt", sagt der Produzent der ZDF-Serie, Wolfgang Rademann (78). "Es gibt immer eine dramatische Geschichte, eine heitere Geschichte und eine Love Story." Zum Jahreswechsel übernimmt jedoch ein neuer Kapitän. Nach 14 Jahren gibt Kapitän Jakob Paulsen alias Schauspieler Siegfried Rauch das Ruder aus der Hand - und übergibt es an einen ehemaligen Steward. 30 Jahre nachdem Sascha Hehn (59) als Steward Victor zum ersten Mal an Deck stand, kehrt er auf das Schiff zurück - befördert zum Kapitän. Die letzte Reise für Kapitän Rauch führt ihn am Zweiten Weihnachtstag im ZDF nach Malaysia. Doch Rettung naht schon fünf Tage später in Form eines alten Bekannten: Ex-Steward Victor, der in den 1980er Jahren den Frauen reihenweise den Kopf verdrehte, hat seine "Traumschiff"-Abstinenz gut genutzt, ist Kapitän geworden und übernimmt in der Neujahrs-Folge zum ersten Mal das Steuer, wenn der Kreuzfahrt-Dampfer Kurs auf Australien nimmt.

© ZDF

Zweite Staffel "House of Cards" ab Februar auf Sky

Francis Underwood geht weiter seinen Weg: Ab 14. Februar bringt der Bezahlsender Sky die zweite Staffel der US-Erfolgsserie "House of Cards", womit man Kevin Spacey in der Rolle des Politikers wieder begleiten darf. Alle 13 Episoden sind ab diesem Tag und somit parallel zum US-Start via Sky Go abrufbar, einen Tag später dann auch via Sky Anytime, wie am Dienstag mitgeteilt wurde.

© BBC

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