17-Jährige schrieb Roman im Lockdown

Trotz Homeschooling & Maturastress

17-Jährige schrieb Roman im Lockdown

Tamara Glück, eine Wiener Gymnasiastin, hat die anhaltende Pandemie zu Außergewöhnlichem angespornt. 

Seit Samstag, druckfrisch erschienen, steht das Erstlingswerk einer jungen Wienerin im Buchhandel: Goldmond heißt der 352 Seiten dicke Fantasyroman in der edition a, in dem es um den Klimawandel geht, der die Menschheit in zwei Gruppen teilt – in reiche unsterbliche Technokraten, die am Mond leben, und sterbliche Arbeiter, die sich auf einer dystopischen Welt ihr Auskommen sichern müssen.

352-Seiten-Buch trotz Maturastress

Natürlich kommt es dabei zu einer grenzüberschreitenden Liebesgeschichte, mehr sei gar nicht verraten: und das Ganze geht, das muss man sich einmal vorstellen, auf die (kreative) Kappe einer erst 17-jährigen Schülerin des St. Ursula Gymnasiums in Liesing, die trotz Homeschooling und Vorbereitung für die Matura noch Muße gefunden hat, einen „Roman der Generation Thunberg“ (so ihr Verleger) zu schreiben.

Twilight-Saga sorgte für Inspiration 

ÖSTERREICH erreichte den außergewöhnlichen Teenager am Nachmittag nach (!) einem Schultag mit Präsenzunterricht – was derzeit nur zwei Mal die Woche am Schülerkalender steht –, um ein paar Details aus dem Leben der Jungschriftstellerin zu erfahren: Die Mutter ist Lehrerin, sie Einzelkind, seit dem Lockdown ist auch der Vater immer wieder ganztags daheim im Home­office. Und so kommt es nicht selten vor, dass man zu dritt jeder an einem anderen Laptop sitzt. Zum Schreiben kam Tamara übers Lesen. „Die Twilight- Saga hab ich 14 Mal verschlungen“, verrät sie.

Nach Hobbys gefragt, fällt ihr nichts weiter ein außer eben Schreiben und Lesen sowie der Garten des elterlichen Einfamilienhauses – „der ist seit ­Corona Gold wert“. „Ohne die Arbeit am Buch wäre mir langweilig geworden“, sagt die Jungautorin noch und schließt eine Fortsetzung von Goldmond nicht aus. Und das nicht nur, wenn die Corona-Krise weitergeht …

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