Vorsicht!

Besonders früh: Mediziner schlagen bereits Zecken-Alarm

Aufgrund klimatischer Veränderungen beginnt die Zeckensaison in Österreich früher als üblich. 

Experten wie der Infektiologe Robert Krause warnen gegenüber dem ORF vor einer erhöhten Aktivität von Schild- und Lederzecken in der heimischen Natur und raten zu gesteigerter Wachsamkeit bei Aufenthalten im Freien.

Die Mediziner unterscheiden bei der Vorsorge zwischen zwei wesentlichen Gefahren:

  • FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis): Gegen diese virale Erkrankung bietet die sogenannte „Zeckenimpfung“ einen wirksamen Schutz.
  • Borreliose: Diese bakterielle Infektion kann trotz einer FSME-Impfung übertragen werden. Ein typisches Warnsignal ist die Wanderröte (ein roter Kreis um die Einstichstelle). Die Behandlung erfolgt mit Antibiotika.

Neue Arten durch Klimaveränderungen

Durch die steigenden Temperaturen wandern vermehrt Zeckenarten aus dem Süden nach Österreich ein. Dazu gehört unter anderem die deutlich größere Riesenzecke. Obwohl diese Arten aktuell noch selten sind und keine konkrete neue Gefahr darstellen, wird ihre Ausbreitung genau beobachtet.

Riesenzecke
© Gernold Walder

Die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) führt ein aktives Monitoring durch, um neue, potenziell gefährliche Infektionskrankheiten frühzeitig zu erkennen. Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, ungewöhnliche Zeckenfunde an die AGES einzusenden, um die Forschung und Überwachung zu unterstützen.

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