Geldwäsche: Maier-Trainer vor Gericht

Salzburg

Geldwäsche: Maier-Trainer vor Gericht

Ex-ÖSV-Speed-Trainer Andi Evers drohen bis zu 10 Jahre Haft.

Seit 1995 beim ÖSV, Speed-Trainer des Herminators, seit 2012 Coach der US-Abfahrer: Andi Evers war selbst ein Star. Jetzt aber ist er ein gefallener Engel.

Rückblende, der 3. Dezember des Vorjahres: die Verhaftung. Evers kam gerade vom Weltcup in den USA retour. Nach einem Tag im Knast das Geständnis, die Entlassung.

7,6 Millionen. Die Vorgeschichte: Seine Freundin Sandra H. hatte ihm in vier Jahren, genau von 2001 bis 2005, rund 1,5 Millionen Euro geschenkt. Geld, das Sandra H. als Chefbuchhalterin einer deutschen Computerfirma abgezweigt hatte.

Der Gesamtschaden war noch weit höher: 7,6 Millionen. Sandra H. wurde deshalb am Landesgericht Wien rechtskräftig verurteilt. Der Punkt: Evers soll gewusst haben, dass es sich um veruntreutes Geld gehandelt hat. Er hatte es, wie es in der Anklageschrift heißt, „in seiner Verfügungsgewalt“.

Jedenfalls steckte Evers fast 900.000 Euro davon in seine Villa in der Maier-Gemeinde Flachau. Eine halbe Million legte er an, unter anderem in Liechtenstein.

Haus weg. Das Haus und das Geld hat die Justiz mittlerweile beschlagnahmt. Am Montag vor dem Schöffensenat droht Evers wegen des Verdachtes der Geldwäsche immerhin eine Haftstrafe bis zu 10 Jahren (Paragraf 165 Strafgesetzbuch). Sein Anwalt Kurt Jelinek sieht das anders: „In rechtlicher Hinsicht sind die Vorwürfe aus Sicht der Verteidigung verjährt.“ Vom US-Verband hieß es dazu übrigens: „No comment.“         

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