Das gibt die Polizei jetzt im Fall des ermordeten Immobilien-Maklers in Linz bekannt: "Im Zuge der Spurensicherung wurden Suchtmittel in einem Ausmaß sichergestellt, welches mit einem Eigenkonsum des Opfers nicht in Einklang zu bringen ist."
OÖ. Um welches Suchtgift (Kokain, Marihuana, Ecstasy) in welchen Mengen gefunden wurden und mit welcher organisierten Drogenbande der durchaus vermögende Immo-Freelancer im Clinch dadurch in den für ihn schließlich tödlichen Clinch geraten ist, gaben die Ermittler vorerst nicht bekannt. Allerdings schocken noch weitere neue bekannt gegebene Details.
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So heißt es in einer langen Presseaussendung, dass nicht nur Verbindungen zum Drogenmilieu, sondern "auch Verbindungen in die Rotlichtszene aufgrund bisheriger Erkenntnisse evident scheinen". Und: Alles würde darauf hindeuten, dass "aufgrund der Tatortsituation und der Spurenlage von einer sorgfältig geplanten Tat auszugehen sei, welche mit hoher Wahrscheinlichkeit in der Nacht von 17. auf 18. Jänner verübt wurde."
Kripo traf am Tatort in der Harrachstraße in Linz ein.
Sein Vater starb eine Woche nach brutaler Bluttat
Bestätigt wurde zudem, dass der Vater des Mordopfers am 24. Jänner 2026 zu Hause verstorben ist. Es gibt keine Anzeichen auf Fremdverschulden. Um dennoch jeden Zweifel auszuschließen, hat die Staatsanwaltschaft Linz eine Obduktion zur Feststellung der Todesursache des bekannten Linzer Mediziners - der noch zwei weitere erwachsene Söhne hat - angeordnet. Die Leiche wurde von seiner Ehefrau gefunden - eine weitere Tragödie für die Familie.
Landespolizeidirektor Andreas Pilsl dazu: "Zunächst darf ich der Familie der Hinterbliebenen mein ausdrückliches Beileid aussprechen. Bei diesem Mordfall handelt es sich sicher um eine außergewöhnliche Tat, die auch vonseiten der Polizei außergewöhnliche Maßnahmen erfordert. Deshalb begrüße ich die Einrichtung der Ermittlungsgruppe und bedanke mich bei allen Ermittlern für die unzähligen arbeitsintensiven Stunden, die seit Bekanntwerden der Tat geleistet wurden."
Vielzahl von Spuren werden noch ausgewertet
Die Bekanntgabe dieser und noch weiterer Details erfolgte offenbar, um weitere Spekulationen über die Hintergründe des entsetzlichen Verbrechens an dem Immo-Makler entgegenzuwirken. Wörtlich heißt es: "Am Tatort wurde eine Vielzahl von Spuren gesichert. Die Auswertung derselben ist derzeit noch im Gange. Selbstverständlich wurde auch im Umfeld des Tatorts nach Hinweisen gesucht, dazu gehören auch das Finden und Auswerten unterschiedlicher Überwachungskameras und die Befragung von Bewohnern und Geschäftsleuten rund um die Wohnung des Opfers. Zudem wurde die Bevölkerung aufgerufen, die Ermittlungen mit Hinweisen zu unterstützen. Einige Hinweise unterschiedlicher Relevanz gingen bei der Polizei ein. Einer dieser Hinweise betrifft eine Pizzalieferung an das Opfer am 17. Jänner gegen 22 Uhr. Das Privatleben und das persönliche Umfeld des Opfers wurden durchleuchtet und sind noch immer Gegenstand intensiver polizeilicher Recherchen."