Bundesheer soll an Kärntens Grenzen wieder assistieren

Corona-Einsatz

Bundesheer soll an Kärntens Grenzen wieder assistieren

Kommende Woche soll Einsatz zur Entlastung der Sanitätsbehörden starten - Auch dritter Covid-19-Test bei LH Kaiser negativ.

Klagenfurt. Das Bundesheer soll die Kärntner Behörden erneut bei den Gesundheitskontrollen an den Grenzen entlasten. Der Leiter des Landespressedienstes, Gerd Kurath, erklärte nach einer Sitzung des Kärntner Koordinationsausschusses, dass der Assistenzeinsatz voraussichtlich kommende Woche beginnen soll.
 
Die Bezirkshauptmannschaft Villach-Land hat laut Kurath einen Einsatz bereits angefordert, ebenfalls betroffen sind die Bezirke Klagenfurt-Land, Völkermarkt und Wolfsberg. Man gehe davon aus, dass auch sie das Bundesheer anfordern werden, da das Ministerium ja eine starke Ausweitung der Kontrollen verlangt. Diese würden aber weiterhin stichprobenartig ausfallen. Nun müssten wieder Soldaten auf ihre Aufgaben geschult werden, um eingesetzt werden zu können.
 
Die Belastung der Sanitätsbehörden, die sich bereits auf die Grippesaison im Herbst vorbereiten, ist groß. Sie haben nicht nur die Grenzkontrollen durchzuführen, sondern auch die Maskenpflicht in Velden, Pörtschach, Krumpendorf und St. Kanzian sowie auf Klagenfurts Märkten auf ihre Einhaltung zu prüfen. Deshalb hat das Land nun eine Sonderjobbörse eingerichtet. Man wolle etwa Lehrer ansprechen, ob sie möglicherweise den Sommer über administrative Aufgaben übernehmen könnten, um die Sanitätsbehörden zu entlasten, sagte Kurath.
 
Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) bleibt weiterhin in häuslicher Quarantäne, auch ein dritter Coronatest bei ihm brachte ein negatives Resultat. Ein weiterer Test soll gemacht werden, bevor er aus der Quarantäne zurückkehrt. Wann das genau sein wird, steht noch nicht fest, bis Montag zu Mittag habe Kaiser noch keinen Bescheid erhalten, so Kurath.

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