Unwetter

Heftige Unwetter über Kärnten

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Die Einsatzliste ist lang: Umgeknickte Bäume, überflutete Keller, abgetragene Dächer und in Seenot geratene Surfer bzw. Schwimmer

Zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen zog ein schweres Gewitter mit Hagel, Regen und Sturm über weite Teile Kärntens. Innerhalb von nur wenigen Minuten wurden in den Bezirken St. Veit/Glan, Spittal/Drau, Feldkirchen, Villach, Völkermarkt und Wolfsberg nicht weniger als 8.500 Hektar landwirtschaftlicher Fläche zerstört. Der angerichtete Schaden beträgt 2,5 Millionen Euro. „Hagelunwetter haben heuer in Kärnten 3,5 Millionen Euro Schaden in der Landwirtschaft verursacht. Unsere Sachverständigen haben bereits mit den Schadenserhebungen begonnen, denn nach solchen Unwettern müssen die Betroffenen möglichst schnell Entschädigungen bekommen“, erklärte gestern Kurt Weinberger, Generaldirektor der Österreichischen Hagelversicherung. „Alleine im Bezirk St. Veit liegen 30.000 Festmetern Holz am Boden liegen, 8.500 Hektar landwirtschaftliche Fläche wurden zerstört“, bestätigte auch Agrar-Landesrat Josef Martinz (ÖVP).

Doch nicht nur auf den Feldern ist der Schaden groß.
Allein in Althofen rückte die Feuerwehr 56 Mal aus, um Wasser aus zahlreichen Kellern zu pumpen. Zum Teil unter Bäumen begrabene Autos mussten befreit, abgetragene Hausdächer gesichert werden. Erst gegen Mitternacht war für die Florianijünger, die Unterstützung aus der gesamten Region bekommen hatten, Dienstende.

Im Dauereinsatz war auch die Feuerwehr in Straßburg.
Der wohl spektakulärste Einsatz war in der dortigen Stadtpfarrkirche: „Das Wasser kam durch den Kanal vor dem Kirchentor, überschwemmte den Vorplatz und schoss schließlich in das Kirchenschiff. Das Kirchenschiff stand mehrere Zentimeter unter Wasser.“

Am Faaker See musste die Wasserrettung drei junge Surferinnen sowie einen völlig entkräfteten Schwimmer aus den Fluten fischen.

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