Im Kärntner Lesachtal kämpfen hunderte Einsatzkräfte weiterhin gegen den heftigen Waldbrand. Ein Video zeigt, wie bedrohlich nahe die Flammen Häusern bereits gekommen sind.
Der massive Löscheinsatz im Lesachtal wird noch das gesamte Wochenende über andauern. Seit Donnerstag kämpfen die Feuerwehren gegen den Brand, der sich bereits auf 70 Hektar ausgebreitet hat. Am Samstag kommen weitere Hubschrauber zur Unterstützung ins Krisengebiet, sodass insgesamt sieben Maschinen gegen die Flammen fliegen, wie "ORF Kärnten" berichtet.
Sieben Hubschrauber im Einsatz
Am Freitag waren bereits 32 Feuerwehren vor Ort. Fünf Hubschrauber – drei vom Innenministerium und zwei vom Bundesheer – unterstützten die Löscharbeiten aus der Luft. Am Samstag verstärken ein weiterer Polizei-Hubschrauber, eine Maschine des BMI sowie ein Black-Hawk-Transporthubschrauber des Bundesheeres das Team. Insgesamt sollen heute sieben Hubschrauber mit Löschwasser gegen die Flammen kämpfen. Insgesamt rücken heute wieder rund 200 bis 220 Männer und Frauen der Feuerwehr an.
Flammen bedrohen Häuser
Wie ernst die Lage ist, zeigt ein Video des Nationalratsabgeordneten Gabriel Obernosterer auf Facebook. Die Aufnahmen verdeutlichen, wie nah dieser Waldbrand den Häusern bereits gekommen ist.
Das oberste Ziel der Einsatzkräfte war und ist es, Häuser vor den Flammen zu schützen. "Das ist uns bisher zum Glück gelungen", sagte der Bürgermeister der Gemeinde Lesachtal, Bernhard Knotz (ÖVP) am Freitagabend gegenüber "Kleine Zeitung".
Das Feuer war Donnerstagabend im Bereich Promeggen ausgebrochen und hatte sich aufgrund der extremen Trockenheit rasch vergrößert.
Samstagfrüh berichtete Knotz gegenüber "ORF Kärnten", dass er "vorsichtig optimistisch" sei. Die Lage habe sich ein "bisschen beruhigt". "Allerdings sind die ganzen Glutnester natürlich unter der Erde drin. Je nachdem, wie die Windverhältnisse sich verhalten, werden wir sehen, wie es sich heute wieder entwickelt", so Knotz.
Wasserversorgung und Straßensperren
Die Trinkwasserquellen waren teilweise vom Brand betroffen und jene im Brandgebiet wurden vorsorglich geschlossen, um Verunreinigungen zu verhindern. Die Wasserversorgung für St. Lorenzen ist laut Gemeindechef jedoch gesichert.
Für Autofahrer gibt es Einschränkungen: Die Gailtal Straße (B111) bleibt im Abschnitt Lesachtal bis auf Weiteres gesperrt. Die Zufahrt bis St. Lorenzen im Lesachtal über Kärnten bzw. bis Maria Luggau über Osttirol sei möglich, berichtet der "ORF".