Lauda darf AKH schon bald verlassen

Große Fortschritte

Lauda darf AKH schon bald verlassen

Rein organisch könnte Niki Lauda Spital schon verlassen.  Er braucht nur noch Training.

Wien. Große Erleichterung über  den Gesundheitszustand von Niki Lauda. Der wohl prominenteste Patient Österreichs wird schon bald die Intensivstation des Wiener AKH verlassen, auf der er jetzt bereits über zwei Monate verbracht hat.

Fortschritte. Ein Bekannter: „Der Niki macht schon große Fortschritte.“ Wie ÖSTERREICH berichtete, hatte sich die Formel-1- und Airline-Legende Anfang August einer komplizierten Operation unterziehen müssen. Nach einer schweren Lungenentzündung hatte ihm ein neues Organ transplantiert werden müssen.

Lauda kann ohne fremde Hilfe noch nicht stehen

Erfolg. Nun steht fest: Die Operation des AKH-Teams unter der Leitung der internationalen Kapazität Prof. Walter Klepetko ist endgültig erfolgreich. Niki Laudas Körper hat die neue Lunge problemlos angenommen. Rein organisch ist die Gesundung so weit fortgeschritten, dass Lauda das Spital schon verlassen könnte.

Aber: Durch das lange Liegen ist die Muskulatur so verkümmert, dass sie erst mühsam wieder aufgebaut werden muss. Niki Lauda fällt es derzeit schwer, ohne fremde Hilfe zu stehen.

Drei Physiotherapeuten. Deshalb steht derzeit beinhartes Training auf dem Programm. Drei Physiotherapeuten kümmern sich um Lauda, täglich müssen drei Stunden Training absolviert werden. Der Patient macht das ganze Programm wacker mit. „Zur Belohnung“ durfte er bereits kurzzeitig raus aus der Intensivstation und frische Luft schnappen.

Ist die Muskulatur wieder einigermaßen in Schuss, darf Niki Lauda das AKH schon bald verlassen und in eine Reha-Klinik übersiedeln. Seine Ehefrau Birgit, die täglich bei ihm ist, hofft, dass es bereits Ende Oktober/Anfang November so weit sein könnte.

Seine Rückkehr in den Formel-1-Zirkus ist Anfang der nächsten Saison möglich.

Ryanair setzt Niki Lauda neuen Airline-Chef vor

Die feine Art ist das nicht: Niki Lauda ist im Spital und wird bei der von ihm gegründeten Airline Laudamotion quasi entmachtet! Die irische Ryanair, mit 75 % Mehrheitseigentümerin von Laudamotion, hat – wie berichtet – schon im September einen neuen Chef bei Laudas Fluglinie installiert. Konkret ist Ryanair-Mann Colin Casey (42) nun die Nummer 1 bei Laudamotion. Niki Lauda und sein Co-Geschäftsführer Andreas Gruber sind jeweils nur noch gemeinsam mit Casey vertretungsbefugt für das Unternehmen. Das geht aus einer am 9. Oktober veröffentlichten Änderung im Firmenbuch hervor.

Dass Ryanair über kurz oder lang das Zepter bei Laudamotion auch personell übernehmen würde, war ­erwartet worden. Auch, dass Lauda nach seiner Genesung beim Airline-Job vielleicht kürzertreten will. Aber das Timing der Iren ist diskussionswürdig …

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