Laut oe24-Infos sind es gleich mehrere Mischspuren, die an der Leiche der Seniorenheim-Bewohnerin und im Zimmer sichergestellt wurden, die einen Türken massiv belasten, die 87-Jährige getötet zu haben.
Wien. Im Fall rund um die in einem Wiener Pensionistenheim getötete Friederika S. belastet ein DNA-Gutachten nun den verdächtigen 61-jährigen Türken Yilmaz C. schwer. Demnach wurden gleich mehrere Spuren gefunden und dem Verdächtigen zugeordnet:
+ So fand sich seine DNA auf bzw. unter einem Fingernagel des 87-jährigen Mordopfers. Die Frau muss sich also gegen den Angriff des Besuchers, der mit einem Strauß Blumen in der Hand, in die Seniorenresidenz beim Hugo-Wolf-Park gekommen war, gewehrt haben.
+ DNA-Mischprofile mit dem genetischen Fingerabdruck des Mordverdächtigen, der bisher alles abstritt, fanden sich "auf der linken und rechten Seitenkante des Bettdeckenbezugs" sowie drei weitere "oben mittig und am rechten und linken Drittel des Bettdeckenbezugs" unter dem die Tote gefunden wurde.
+ Und noch eine DNA-Spur fand sich am Kopfpolster der Seniorin, die in ihrem Bett erwürgt wurde.
Der 61-Jährige, der von den bekannten Verteidigerinnen Astrid Wagner und Ina-Christin Stiglitz vertreten wird, hatte bisher jegliche Beteiligung an dem Tötungsdelikt abgestritten.
Der vor mehr als zwei Wochen festgenommene gebürtige Türke befindet sich derzeit wegen Tatbegehungs-, Verdunkelungs- und Fluchtgefahr in U-Haft. Die genauen Hintergründe des Falls waren vorerst unklar. Die Landespolizeidirektion Wien hat für Dienstag eine Pressekonferenz zu dem Fall angekündigt.
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Friederika S. war vor mehr als einem Monat tot im Bett ihres Zimmers in der privaten Seniorenresidenz in der Hartäckerstraße gefunden worden. Anfangs hieß es, sie soll erstickt worden sein. Neuesten Infos zufolge war sie erwürgt worden. Im Rachen der Frau wurde ein goldener Ring aus ihrem Besitz gefunden.
Der 61-Jährige wurde daraufhin von den Ermittlern des Landeskriminalamts ausgeforscht. Gegen ihn laufen Ermittlungen wegen Mordverdachts. Wie sich herausstellte, war er kurz vor dem Auffinden der Leiche mit einem Blumenstrauß in der Hand in der Seniorenresidenz in Wien-Döbling gesehen worden. Eine Verwandte seiner Lebensgefährtin soll seit längerem in dem Pensionistenheim leben. Über die Frau könnte der Mann das spätere Opfer kennengelernt und die 87-Jährige um Geld gebeten haben.
61-Jähriger als Senioren-Abzocker polizeibekannt
Der 61-Jährige ist mehrfach vorbestraft. Zuletzt war er Anfang Juni 2020 wegen schweren gewerbsmäßigen Betrugs zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt worden, weil er eine ältere Frau angeschwindelt und ihr mit falschen Versprechungen 180.000 Euro herausgelockt hatte. Einer weiteren Bekannten hatte er 50.000 Euro entlockt. Nach seiner Enthaftung dürfte der Mann dem Glücksspiel nachgegangen sein. Er soll erhebliche Spielschulden aufweisen.
Es gilt die Unschuldsvermutung.