Baki DOGAN

chronik

Nach Bauchstich: "Ich verzeihe meiner Gattin"

Artikel teilen

Frau stach 53-Jährigem Messer in den Bauch. Opfer sagt: "Liebe sie noch immer"

Baki D. hebt sein T-Shirt: Eine zehn Zentimeter lange Naht führt vom Nabel abwärts. Aber der türkischstämmige Österreicher kann schon wieder in seiner Wohnung in Wels herumgehen. Dabei stand es in der Nacht auf Donnerstag schlecht um den 53-Jährigen. Ärzte mussten ihm in einer Notoperation das Leben retten, nachdem ihm, so die Ermittler, seine Frau Andrea (35) im Streit ein Messer den Bauch gerammt hatte – für sie gilt die Unschuldsvermutung.

Liebhaber
Unglaublich: „Ich liebe sie noch immer“, sagt Baki D. Und er nimmt sie in Schutz. Ja, sie hätten gestritten in jener Nacht. Es ging um einen Liebhaber, den seine Frau in der Türkei habe. Aber Andrea habe ihm nicht wehtun wollen. „Sie hat Depressionen und wollte sich selbst das Messer mit beiden Händen in den Bauch rammen“, schildert der Mann gegenüber ÖSTERREICH. Er habe sie von hinten umklammert, um das zu verhindern. Dabei sei er im Gerangel verletzt worden.

"Gute Frau"
Seit Freitag ist Andrea D. in U-Haft. Baki schüttelt den Kopf: „Ich will nicht, dass sie ins Gefängnis kommt, sie ist eine gute Frau.“ Dem pflichtet auch Bakis Schwester bei, die ihm jetzt im Haushalt hilft und sich um die drei kleinen Töchter kümmert. „Sie waren im Kinderzimmer, als es passiert ist“, sagt Baki D.

Die Beziehung zu seiner Frau sei nun aber wohl beendet, meint der 53-Jährige. Aber: „Unterstützen werde ich sie weiterhin.“

Autoren: C. Ortner, A. Schwarzl

Die stärksten Bilder des Tages


© oe24
Nach Bauchstich:
OE24 Logo
Es gibt neue Nachrichten
OE24 Logo