Massive Störungen

"Digitale Steinzeit!" – Ort in Niederösterreich seit Tagen ohne Internet

In der Gemeinde Langenrohr (Bezirk Tulln) geht derzeit fast nichts mehr: Seit vergangenen Donnerstag sind Festnetzinternet und Mobilfunk massiv gestört. Ein Glasfaser-Schaden sorgt für die "digitale Steinzeit" in der Gemeinde.

Die vollständige Behebung der Störung ist erst für Mittwoch, 15. April, geplant. Grund für den Ausfall war eine "Fremdfirma", die bei Bauarbeiten "mehrere Glasfaserkabel von A1 beschädigt" hat, sagt ein A1-Konzernsprecher gegenüber "NÖN". Laut dem Anbieter müssen rund 5.500 Meter Kabel ausgetauscht werden. Betroffene schildern gegenüber "NÖN" die Lage als dramatisch, da durch den Ausfall von Festnetzinternet und Mobilfunk derzeit auch kein Homeoffice möglich ist. Langenrohr befinde sich derzeit "in einer digitalen Steinzeit". 

Nach der Ortung des Schadens werden die Glasfaserkabeln in Leerverrohrungen eingeblasen. Danach werden die haarfeinen Glasfasern einzeln unter einem Mikroskop verschweißt. Da die Schadensstelle zunächst nicht ersichtlich war, musste das gesamte Teilnetz durchgemessen werden. Ursprüngliche Fristen bis Freitag und Sonntag verstrich ohne Erfolg, da der Schaden deutlich größer war als vermutet. A1 zeigt sich nun aber zuversichtlich, die Arbeiten bis Mittwoch abzuschließen.

Kritik an der Kommunikation

Viele Bürger ärgern sich über die Informationspolitik des Anbieters. Ein Betroffener bemängelt laut "NÖN" das Fehlen einer zentralen Website für transparente Störungsmeldungen. Eine klare Kommunikation, etwa über die Gemeinde, wäre wünschenswert gewesen. Bisher blieb nur die telefonische Abfrage beim Serviceteam.

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