Debatte

"Kulturkampf im Forst": Tierschützer gegen neues Jagdgesetz

Kulturkampf im Forst. Seit gestern, 03.02.2026, ist ein neues NÖ Landesjagdgesetz in Kraft, mit schwerwiegenden Folgen für viele Wildtierarten.  Der Verein gegen Tierfabriken (VgT) kämpft heftig dagegen an.

Im Dezember 2025 wurde das Gesetz dem NÖ Landtag zur Abstimmung vorgelegt und von LH-Stellvertreter Pernkopf als "modernstes Jagdgesetz“ betitelt. Davon könne laut Georg Prinz vom Verein gegen Tierfabriken (VgT) aber keine Rede sein.

VgT: "Nur im Interesse der Jägerschaft"

So wird der Wolf von nun als jagdbare Wildtierart gelistet, obwohl der "günstige Erhaltungszustand aus Sicht der Wissenschaft noch nicht gegeben" sei, so der VgT. Dieser "Schachzug" war in der Meinung der Tierschützer möglich, weil der Wolf 2025 von der EU im Rahmen der Berner Konvention und der Anhänge der FFH-Richtlinie von "streng geschützte Tierart“ auf "geschützte Tierart“ herabgestuft wurde. Ein Wolf darf somit bei einer erstmaligen Annäherung unter 100 Meter an eine Siedlung oder geschützte Herde, wenn eine Vergrämung erfolglos war, abgeschossen werden. Gut so, sagen hingegen viiele Menschen, die in Wolfsnähe leben.

VgT-Kritik: "nicht einmal in der Nacht haben Tiere Ruhe"

Nachtzielhilfen dürfen ab sofort für die Jagd in der Nacht eingesetzt werden, zusätzlich wird die Jagd auf Dachs, Fuchs und Steinmarder künftig auch in der Nacht erlaubt sein. VGT-Obmann-Stellvertreter Georg Prinz: "Wenn die Jagd auch während der Nacht intensiviert wird, bleibt den Tieren nicht einmal während der Nacht eine 'Verschnaufpause'. Aus Tierschutzsicht ist das höchst bedenklich.“

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