Die Staatsanwaltschaft St. Pölten hat Ermittlungen nach einem Vorfall am Areal des Bahnhofs Tullnerfeld (Bezirk Tulln) aus dem Vorjahr eingestellt. Dort war ein Mann auf die Motorhaube des Autos eines Kontrahenten gesprungen und nach wenigen Metern Fahrt zu Boden gefallen.
Der Vorfall ereignete sich Ende Februar 2025. Drei Personen waren damals involviert, neben dem Lenker und dem später Verstorbenen auch dessen Lebensgefährtin. Hintergrund des Treffens des Trios war ein zuvor online angebahntes Rendezvous zwischen der Frau und dem Niederösterreicher am Bahnhof Tullnerfeld (Bezirk Tulln).
Ob es dazu auch kam, darüber gibt es widersprüchliche Aussagen. Der Lenker gab an, dass er eine andere Frau erwartet habe und deshalb wieder wegfahren wollte. In diesem Moment dürfte der Wiener – er schrie und verhielt sich laut „Kronen Zeitung“ aggressiv – unvermittelt auf die Motorhaube gesprungen sein und hielt sich fest. Nach wenigen Metern Fahrt fiel er zu Boden. Der Mann wurde in ein Spital geflogen, wo er jedoch starb.
Lenker vermutete Überfall
Der Autofahrer soll von einem Überfall ausgegangen sein. Die Staatsanwaltschaft St. Pölten nahm letztlich an, dass der Lenker in Notwehr gehandelt habe, sagte Sprecher Thomas Korntheuer. Das Missverhältnis zwischen dem Angriff und seiner eigenen Verteidigung habe dem Niederösterreicher nicht zum Vorwurf gemacht werden können, da dieser an einer diagnostizierten Angststörung leide.
Die Verfahrenseinstellung ist bereits rechtskräftig. Eingestellt wurden laut Korntheuer auch Erhebungen gegen die in den Fall involvierte Frau