Tödliches Badesalz: Händlerin verhaftet

Bezirk Gmunden

Tödliches Badesalz: Händlerin verhaftet

Junge Mutter starb - Eine Partydroge war Todesursache

Die 20-jährige Hanna D. aus Ebensee soll sich am Donnerstagnachmittag in einem Szene-Geschäft in Gmunden Mephedron gekauft haben und gleich vor dem Shop geschnupft haben. Eine Viertelstunde später brach die junge Mutter eines kleinen Mädchens in der Innenstadt zusammen. Die Frau wurde zwar noch von einem Notarzt reanimiert, doch die Oberösterreicherin starb wenige Stunden nach Einlieferung in das Krankenhaus.

Bekannte des Opfers verrieten Shop-Adresse
Bevor Hanna D. starb, soll sie noch zugegeben haben, die seit 2010 hierzulande verbotene Substanz, die aber weiter ungeniert als „Legal Highs“ in sogenannten Headshops verkauft wird, eingenommen zu haben. Einer dieser Shops ist in der Bahnhofstraße in Gmunden und wird von der 29-jährigen Doris G. aus Schwanenstadt betrieben. Und genau von ihr soll die junge Mutter die Todesdroge bekommen haben. Das gaben zumindest zwei Bekannte des Opfers zu Protokoll.

Verkauf von Psycho-Mittel seit Jänner verboten
Die Shop-Besitzerin wurde festgenommen und in die U-Haft überstellt. Bei den Ermittlungen gegen die Händlerin muss jetzt festgestellt werden, ob die Substanz, die zum Tod von Hanna D. führte, unter das seit 1. Jänner 2012 geltende Gesetz gegen Neue Psychoaktive Substanzen fällt – seitdem ist der Verkauf von Badesalz, Dünger oder Räucherstäbchen, die das Mittel Mephedrin beinhalten und berauschen, verboten. Stirbt durch die Einnahme ein Mensch, drohen dem Verkäufer bis zu zehn Jahre Haft. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Diashow: Die stärksten Bilder des Tages

Die stärksten Bilder des Tages

×
    OE24 Logo
    Es gibt neue Nachrichten