Österreicher flüchten vor Coronavirus

Auch Arnautovic will weg

Österreicher flüchten vor Coronavirus

Während Österreicher in China auf ihre Rückreise warten, wird Corona zum weltweiten Notfall. 42 weitere Tote in China - Insgesamt 212 Todesfälle.

Wuhan. 212 Todesopfer, mehr als 8.000 Erkrankte. Die Coronavirus-Opferzahlen steigen rasant an – trotz enormer Sicherheitsvorkehrungen, die in China derzeit getroffen werden. Noch immer sitzen sieben Österreicher in der Provinz Hubei fest. Sie stehen ­unter Quarantäne. Darunter auch eine Familie mit Kindern sowie der Osttiroler Robert Moser, Montage-Techniker eines Schweizer Konzerns.

Im oe24.TV-Interview hofft Moser, am Samstag ausgeflogen zu werden. Deutschland und Frankreich organisieren morgen Rettungsflüge. Aber: „Bisher stehen wir noch auf keiner Evakuierungsliste.“

Angst vor Virus: ›Arnie‹ und andere Stars wollen weg

Namenslisten. Das Problem: Sie sind in einer Stadt rund 300 Kilometer von Wuhan entfernt. Wegen der Quarantäne-Bestimmungen benötigt man für den Transport nach Wuhan eine Genehmigung für den jeweiligen Rettungsflug. Peter Guschelbauer, Sprecher des Außenministeriums, konnte nicht definitiv sagen, in welchem Rettungsflieger die Österreicher sitzen werden: „Wahrscheinlich kommen sie am Samstag raus.“ Würden sie mit der deutschen Luftwaffe evakuiert, kämen sie für 48 Stunden in eine Quarantäne-Station in Frankfurt.

Blitz-Transfer. Auch Fußballstar Marko Arnautovic (Shanghai SIPG ) will aus China flüchten. Der Start der China-Liga wurde aus Sicherheitsgründen vertagt. Laut Daily Mail wollen viele Stars einen schnellen Transfer zurück nach Europa – darunter auch „Arnie“. Das Transfer-Fenster schließt sich heute um Mitternacht.

WHO ruft Notstand aus. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat am Donnerstagabend nach der rasanten Zunahme von Infektionen in China eine „gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite“ ausgerufen. Damit sind konkrete Empfehlungen an Staaten verbunden, um die Ausbreitung über Grenzen hinweg möglichst einzudämmen.

6.000 Passagiere saßen auf Kreuzfahrtschiff fest

Die Passagiere der „Costa Smeralda“ durften das Kreuzfahrtschiff nicht verlassen.

Rom, Wien. Zwei Verdachtsfälle von Coronavirus sind bei chinesischen Passagieren an Bord des Luxusliners im Hafen von Civitavecchia nördlich von Rom gemeldet worden. Das chinesische Paar befand sich in Isolierung an Bord des Schiffes.

Quarantäne. Alle 6.000 Passagiere durften das Schiff erst verlassen, als Testergebnisse vorlagen. Zu ihnen zählten auch 37 ­Österreicher, sagte ein Sprecher der Reederei Costa Crociere. Erst am späten Donnerstagabend war es dann soweit: kein Corona.

Neue Verdachtsfälle bei uns. Indes gibt es auch in Österreich – in Kärnten und Wien – neue Verdachts­fälle: Ein Mann in Klagenfurt wurde mit Symptomen eines Atemwegsinfekts untersucht. Währende in Wien die Tests bei einer Philippinin negativ waren, wurde Donnerstagabend ein neuer Verdachtsfall gemeldet: Ein Chinese wurde mit Fieber ins Franz-Josef-­Spital gebracht.

(wek)
OE24 Logo
Es gibt neue Nachrichten