Polizei

Polizeieinsatz

Ikea: Leerer Koffer löst Bombenalarm aus

Möbelhaus in Salzburg wurde am Samstagnachmittag evakuiert.

Ein herrenloser Koffer in einem Einrichtungshaus im Salzburger Stadtteil Taxham hat heute, Samstag, am Nachmittag für Aufregung gesorgt und einen Polizeieinsatz ausgelöst. Der verdächtige Koffer lag in einem Einkaufswagen im Erdgeschoß und verunsicherte einen Mitarbeiter, der gegen 15.45 Uhr die Polizei alarmierte. Das Möbelhaus wurde innerhalb von fünf Minuten evakuiert, teilte Polizeisprecher Anton Schentz mit. Um 17.05 Uhr konnte Entwarnung gegeben werden: Der Koffer war leer.

Die Nervosität war auch deshalb groß, weil erst am 11. Juni in einer Ikea-Filiale in Dresden ein Sprengsatz in der Küchenabteilung explodiert ist. Eine Person wurde dabei leicht verletzt. Ähnliche Fälle gab es bereits in Filialen in Belgien, Frankreich und den Niederlanden.

Aufgrund dieser Explosionen habe Ikea die Mitarbeiter geschult, besonders aufmerksam zu sein, erklärte eine Unternehmens-Sprecherin. Auch in Salzburg wurde ein zusätzlicher Security-Mitarbeiter im Eingangsbereich eingesetzt. Dieser hatte den herrenlosen Koffer beim Stiegenaufgang eine halbe Stunde lang beobachtet. Als ihn niemand abholte, schlug er Alarm.

"Das Möbelhaus war voll von Leuten, und der Einkaufswagen stand in der Nähe einer Krabbelstube. Die Polizei wollte kein Risiko eingehen und hat sofort evakuiert", schilderte Schentz. Dank des geschulten Personals, das die Ikea-Einsatzpläne genau befolgt hätte, habe die Evakuierung so gut funktioniert. Polizisten sperrten den "Tatort" in einem Umkreis von 300 Metern ab.

Drei Sprengstoffexperten und ein Sprengstoffspürhund wurden zur Untersuchung des Koffers eingesetzt. "Der Hund hat beim Beschnüffeln nicht angeschlagen. Es wurde auch ein Röntgen von dem Koffer gemacht", sagte der Polizeisprecher. Da nichts Verdächtiges festgestellt worden war, konnte der Koffer geöffnet werden. Die Polizei versucht nun, die Herkunft des Koffers und den Besitzer auszuforschen. Eine Überwachungskamera habe es in diesem Bereich nicht gegeben, sagte Schentz.



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