Nachbarn vergiftet: Ermittlungen wegen versuchten Mordes

82-jährigem im Krankenhaus geholfen

Nachbarn vergiftet: Ermittlungen wegen versuchten Mordes

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Eine 50-Jährige soll ihren Nachbarn vergiftet haben um an das Erbe zu gelangen.

Bregenz. Eine 50-jährige Frau soll in einer Bregenzerwälder Gemeinde versucht haben, ihren 82-jährigen Nachbarn mit Medikamenten zu vergiften. Das berichtete die "Neue Vorarlberger Tageszeitung" in ihrer Wochenendausgabe. Gegen die 50-Jährige wird nun wegen versuchten Mordes ermittelt, sie befindet sich in Untersuchungshaft, berichtete das Blatt unter Bezugnahme auf das Landesgericht Feldkirch.

Mit akuten Vergiftungserscheinungen in Krankenhaus eingeliefert

Dem Zeitungsbericht zufolge wurde der 82-Jährige Ende September mit akuten Vergiftungserscheinungen in ein Krankenhaus eingeliefert. Im Blut des Mannes sei eine Überdosis an Schmerzmitteln festgestellt worden, hieß es, und: Hätte der 82-Jährige sich übergeben müssen, hätte er daran sterben können.

Verdacht fiel auf Nachbarin

Bei den Ermittlungen fiel der Verdacht auf die 50-Jährige, die den Nachbarn betreut. Als Gegenleistung für ihre Pflegedienste soll der Senior die Frau und deren Sohn in seinem Testament mit seinem gesamten Erbe bedacht haben - auf Kosten seiner Angehörigen. Die Staatsanwaltschaft Feldkirch nimmt auf Basis der laufenden Ermittlungen an, dass die 50-Jährige ihren Nachbarn habe töten wollen, um schneller an das Erbe zu gelangen.

Verteidiger Manuel Dietrich bestritt im Namen der Frau jegliche Absicht, den 82-Jährigen umzubringen. Sie habe ihn auch nicht vergiftet. Allerdings hat die 50-Jährige im Internet offenbar nach genau jenen Medikamenten gesucht, die im Blut des 82-Jährigen gefunden wurden. Dazu sagte die Beschuldigte, dass sie sich selbst habe töten wollen.

Untersuchungshaft verhängt

Aufgrund des Verdachts des Mordversuchs ist über die Frau am 16. Oktober Untersuchungshaft verhängt worden, sagte Gerichtssprecher Nobert Stütler der Zeitung. Die nächste Haftprüfungsverhandlung finde am 28. November statt. Für die APA waren am Montag vorerst weder Stütler noch Staatsanwaltschaftssprecher Heinz Rusch erreichbar.

 

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