Kein zweiter Teller
Schnitzel-Mitess-Verbot in Wiener Nobel-Restaurant
Innere Stadt. Die Restaurantgruppe Plachutta gehört zu den erfolgreichsten Betrieben der Stadt. Doch was deren Chef Mario Plachutta jetzt einem Stammgast zumutete, war selbst dem – im wahrsten Sinn des Wortes – eingefleischten Schnitzel-Fan eindeutig zu viel:
Zweiter Teller. „Wie schon seit Jahren ging ich Abends auf ein Schnitzel ins Gasthaus Oper in der Walfischgasse. Die Portion war mir zu groß, ich bestellte – wie schon sehr oft zuvor – einen zweiten Teller für meine Frau. Das wurde mir rüde verwehrt. Da bin ich gegangen. Plachutta hat einen Stammgast weniger“, ärgert sich PR-Profi Josef Kalina. Er schüttelt auch den Kopf über die seltsame „Marketingstrategie: „Geht es nur mehr darum, dass ich eine hohe Zeche mache, oder dass man auch Service anbietet?“
„Unglaublich! #plachutta bei Oper hat sich was neues einfallen lassen: wer Schnitzel zu zweit essen will, bekommt keinen 2. Teller mehr?? Man hält Gäste für Schnorrer?“ schreibt etwa Ex-SPÖ-Politiker Josef Kalina auf Twitter.
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Andere Gäste pflichten ihm bei: "Deckt sich mit meinen Beobachtungen, oder wenn Kellner am Abend nachhause wollen wird man elegant rausgeschmissen...zum vergessen". Auch auf Google findet man ähnliche Bewertungen.
Schnitzel kostet 19,80 Euro. Bei einem Schnitzelpreis von 19,80 Euro plus 4,10 Euro für den Erdäpfelsalat, wäre das nicht zu viel verlangt, fand nicht nur Kalina – sein Tweet löste einen Shitstorm für Plachutta aus.
Plachuttas Entschuldigung. Der Gastronom entschuldigte sich gegenüber ÖSTERREICH für den Vorfall: „Es ist für uns selbstverständlich, dass ein Gast, der unser Restaurant – insbesondere mit Kindern – besucht, auch das Wiener Schnitzel teilen kann. Wir haben dies auch zum Anlass genommen, es intern nochmals klarer zu kommunizieren. Wir fühlen uns unseren Gästen und Stammkunden sehr verbunden und nehmen Reklamationen wie diese ernst und bedauern, dass hier ein falscher Eindruck entstanden ist.“
Plachutta hat nach der ÖSTERREICH-Intervention Kalina persönlich angerufen und sich entschuldigt. Der nahm an...
Josef Galley
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