3-fache Mutter getötet

"Wussten, dass er sie umbringt"

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Die Recherchen nach dem Tod von Michaela K. zeichnen ein Bild von Angst und Abhängikeit.

Mit acht Messerstichen tötete der 25-jährige Besmir K. seine Freundin und Mutter eines gemeinsamen drei Monate alten Babys – ÖSTERREICH berichtete. Der Bäcker mit Kosovo-Wurzeln ist geständig und gibt als Motiv vage „Eifersucht“ an, was zum Wesen des kontrollsüchtigen Gewalttäters passt (es gilt die Unschuldsvermutung).

Freundinnen des Mordopfers klagen jetzt an: „Wir wussten, dass er sie eines Tages umbringt. Auch sie selbst. Michi lebte in ständiger Todesangst vor ihm.“ Doch die Kindergärtnerin – die noch zwei älter Kinder aus früheren Beziehungen hat, ihr Sohn Matteo (5) musste die Bluttat gar mit ansehen – verzieh dem Vater ihres jüngsten Kindes immer wieder.

Betretungsverbot

Wie die Polizei bestätigt, gab es mehrere Polizeieinsätze, weil der Mann seine Freundin bedrohte und verprügelte. Zuletzt im Mai verhängten die Behörden nach einem Zwischenfall in der Wohnung in der Ilwofgasse ein zweiwöchiges Betretungsverbot, das Michaela K. trotz Info und Aufforderung durch die Polizei und das Gewaltschutzzentrum nicht durch eine einstweilige Verfügung per Gericht verlängerte. Auch flüchtete sie nicht ins Frauenhaus, sondern gab ihrem Peiniger wieder eine letzte Chance und nahm ihn erneut auf. Warum nur, fragen sich alle?

Vorahnung

Ihre beste Freundin verrät, wie „Michi“ tickte und zuletzt dachte: „Sie hat gesagt, wenn er wieder durchdreht und sie umbringen will, kann er es überall tun, und sie kann vor ihm nicht davonlaufen. Sie wusste, er würde sie immer finden.“ In der Nacht auf Sonntag erfüllte sich die dunkle Vorahnung …(kor)

Mord-Alarm in Graz: 25-Jähriger tötet Freundin

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