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Syrien: Der Abzugsplan

Austro-Soldaten mitten im Gefecht

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Raketen und Schüsse - Ziehen Österreicher ab? 

Gestern feuerte Israels Armee zurück und zerstörte auf den Golanhöhen ein Maschinengewehrnest auf der syrischen Seite des Golans. Syrische Kämpfer – es ist unklar, ob Armee oder Rebellen – hatten davor immer wieder auf israelischen Boden geschossen. Am Dienstag schlug auch ein Raketenkörper in Israel ein. Inmitten der Gefechte sind die österreichischen Blauhelme.

374 UNDOF-Soldaten sind derzeit im Krisengebiet an der syrisch-israelischen Grenze. Ihre Bewegungsmöglichkeit wurde aus Sicherheitsgründen eingeschränkt. Noch gibt es keine Abzugspläne. Allerdings wurde ein genauer Sicherheitsplan im Verteidigungsministerium entwickelt.

Sollten „rote Linien“ überschritten werden, würden die Austro-Blauhelme abgezogen werden:

Tägliche Schusswechsel am Golan in Nähe der UNO

  • Sollte ein österreichischer Soldat durch Gefechte dort ums Leben kommen, würden seine übrigen Kameraden umgehend abberufen werden.
  • Auch im Falle einer Entführung würde die heimische Mission beendet werden.
  • Sollten Chemiewaffen im Kriegsland Syrien eingesetzt werden, würde man die Österreicher ebenfalls sofort heimholen.

Zurzeit haben Außenamt und Verteidigungsministerium aber der UNO in New York versichert, dass die 374 Blauhelme am Golan bleiben. Israels Spitäler werden jedenfalls bereits für Chemiewaffenangriffe gerüstet. Gestern errichtete Israel zudem ein Feldspital an der Grenze zu Syrien, um verwundete Syrer zu behandeln.

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