Ministerrat; Werner Faymann, Michael Spindelegger

Noch zwei Tage

Das große Finale im Kampf ums Heer

Faymann setzt auf Jungwähler - VP: Profiheer-Fans sollen nicht an Urne. 

Wehrpflicht oder Profiheer? Übermorgen wissen wir die Antwort. Dann werden 6,3 Millionen wahlberechtigte Österreicherinnen und Österreicher an die Urne gebeten, um über die Zukunft des Heeres abzustimmen.

Die Koalition ist bis zuletzt auf Stimmenfang: Kanzler Werner Faymann (SPÖ) versucht heute bei einer Pressekonferenz mit Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) und Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ), die Menschen vom Profiheer zu überzeugen. Morgen ruft er gemeinsam mit engagierten Schülern die Jungen zur Abstimmung auf. Bereits am Donnerstag warf sich auch Wiens Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) in die Schlacht: „Aus meiner Sicht ist es eine ziemlich einfache Entscheidung.“ Bei der ÖVP sei zu befürchten, dass alles beim jetzigen Stand bleibe.

Spindelegger will Salzburg von Wehrpflicht überzeugen
Vizekanzler Michael Spindelegger (ÖVP) tourte durch die Bundesländer und macht heute Station in Salzburg. Bei der SPÖ sorgt Spindel­egger für Aufregung: Laut SPÖ-Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter habe Spindelegger Berufsheer-Befürwortern empfohlen, am Sonntag zu Hause zu bleiben. Auch die Opposition ist nicht untätig: FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache appellierte, zur Abstimmung zu gehen. Obwohl Experten mit einer niedrigen Wahlbeteiligung rechnen, hofft er auf mehr als 30 Prozent. Laut Umfrage hat die Wehrpflicht die Nase vorne, in Wien liegt ­jedoch das Profiheer vorne. Sollte sich das Berufsheer durchsetzen, will Darabos die Einberufungen ab 1. 1. 2014 aussetzen.

Politik-Experte: Schnee darf keine Ausrede sein
Dass das Schneechaos die Menschen am Abstimmen hindern könnte, glaubt Politikwissenschaftler Peter Filzmaier nicht: „Wenn den Leuten demokratiepolitisch etwas wichtig ist, kann man ihnen schon zutrauen, dass sie auch hingehen.“ Allerdings vermutet er eine Ausrede für den Verlierer: „Das Wetter ist eine aufgelegte Rechtfertigung für jenen, der in Minderheit geblieben ist.“

VIDEO - Das sagt Österreich zur Heeresbefragung:

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