Duell mit Kickl und der Pogo-Schilling-Effekt

Das sagt ÖSTERREICH

Duell mit Kickl und der Pogo-Schilling-Effekt

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Das sagt ÖSTERREICH – ein Kommentar von Politik-Chefredakteurin Isabelle Daniel.

Es werde „doch keine vorgezogene Nationalratswahl geben“, hört man seit wenigen Tagen von gewichtigen ÖVPlern. Die jüngste Lazarsfeld-Umfrage zur EU-Wahl könnte über die Hintergründe dieser Wendung Aufschluss geben.

Laut Lazarsfeld-Daten würde die FPÖ mit 27 Prozent nur relativ knapp vor der ÖVP (24 Prozent) Erste werden. Die SPÖ wiederum würde laut dieser Umfrage mit 20 Prozent gar auf Platz drei abstürzen. Das dürfte sie dem Schilling-Effekt – der jungen grünen Spitzenkandidatin Lena Schilling – zu „verdanken“ haben.

Das wiederum könnte in der SPÖ – hinter den Kulissen gehen dort ohnehin die alten Gräbenkämpfe weiter – erneut ein Hauen und Stechen auslösen. Und das bringt uns zum ­eigentlichen Ziel der ÖVP. Sie braucht ein Duell mit FPÖ-Chef Herbert Kickl, wenn sie noch irgendwie aufholen will.

Pogo-Effekt. Wenn die Roten weiter ihrer Lieblingsbeschäftigung – intrigieren – frönen und sich nicht rasch inhaltlich stärker präsentieren, droht ihnen freilich auch bei Nationalratswahlen Platz drei. Hier würde auch der Pogo-Effekt – falls die Bierpartei antritt – sie nach unten ziehen. Was wiederum die Chance der ÖVP wäre, zumindest klare Nummer 2 zu werden und damit wohl weiter den Kanzler zu stellen.

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