ÖVP-Klubchef

Prozess steht an: Wer Wöginger nachfolgen könnte

Der Prozess gegen ÖVP-Klubchef August Wöginger hat noch nicht einmal begonnen. Doch im Hintergrund werden bereits - für den Fall der Fälle - Nachfolger gehandelt. 

Eigentlich war für Klubchef August Wöginger und die ÖVP die Causa Postenschacher schon "erledigt" - eigentlich. Denn die Diversion für den ÖVP-Politiker wurde letztendlich doch noch gekippt. Somit muss der Oberösterreicher im Februar vor Gericht. 

Sollte Wöginger, für den die Unschuldsvermutung gilt, erstinstanzlich verurteilt werden, wäre die Aufregung - vor allem bei den Koalitionspartnern - groß. Möglich wäre, dass er zumindest seine Funktion als Klubchef abgeben müsste. 

Hanger, Strasser oder Ottenschläger? 

Für diesen Fall werden von den ÖVP-Bünden im Hintergrund auch schon erste Nachfolger in Stellung gebracht. Wie oe24 erfuhr, würde der Arbeitnehmer-Bund (ÖAAB) etwa den U-Ausschuss-Routinier Andreas Hanger ins Spiel bringen. Er ist zudem Niederösterreicher, hätte also den Sanctus der mächtigen VPNÖ. Die ebenfalls mächtige ÖVP OÖ wäre allerdings verärgert. 

Neben Hanger werden auch Bauernbund-Präsident Georg Strasser oder Finanzsprecher Andreas Ottenschläger gehandelt. Letzterer wäre der Favorit für den Wirtschaftsflügel der Partei. 

Wöginger als Airport-Chef? 

Falls Wöginger tatsächlich seinen Klubchef-Hut nehmen müsste, gäbe es ein Trostpflaster. Denn als Klubobmann unterliegt Wöginger einem Berufsverbot, als einfacher Abgeordneter wäre das nicht der Fall. Wie von oe24 berichtet, gibt es bereits erste Gerüchte, dass der VP-Politiker dann beim Flughafen Linz landen könnte. Der Vertrag des aktuellen Geschäftsführers läuft mit Jahresende aus. Die ÖVP bestreitet entsprechende Gerüchte allerdings: "Er ist Klubobmann und bleibt Klubobmann".

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