In Österreichs Gefängnissen spitzt sich die Lage offenbar immer weiter zu. Jetzt warnen auch die Zivilbediensteten vor massiver Überlastung und sprechen von einer bereits überschrittenen Belastungsgrenze.
Grund dafür seien laut Gewerkschaft vor allem zu wenig Personal, überfüllte Gefängnisse und immer mehr Aufgaben für die Mitarbeiter. In einem offenen Brief ist von „gravierendem Personalmangel“ und einer „massiven Unterbesetzung“ die Rede, so der Vorsitzende in der GÖD-Bundesvertretung, Christoph Schlager.
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Gefängnisse seit Jahren überfüllt
Die Probleme in den heimischen Justizanstalten bestehen laut Medienberichten bereits seit Jahren. Immer wieder wird auf zu viele Häftlinge, fehlenden Haftraum und zu wenig Personal hingewiesen. Auch die Volksanwaltschaft machte zuletzt erneut auf die Missstände aufmerksam. Besonders betroffen seien diesmal die zivilen Mitarbeiter in den Gefängnissen. Dazu zählen unter anderem Verwaltungsangestellte, Psychologen oder Sozialarbeiter. Laut Gewerkschaft stoßen viele Beschäftigte mittlerweile an ihre Grenzen.
Gewerkschaft fordert Maßnahmen
Die Arbeitnehmervertreter verlangen nun dringend Entlastungen und rasche Maßnahmen. Andernfalls drohe eine weitere Verschärfung der Situation in den Gefängnissen.Wie schnell es konkrete Verbesserungen geben wird, ist derzeit allerdings offen. Die Warnungen aus dem Justizbereich werden jedenfalls immer lauter.