Explosion bei Miet-Kosten

Plus 7,6% in einem Jahr

Explosion bei Miet-Kosten

Gestern zogen die Preise in einem Tag um 4,6 Prozent an. Was die Politik plant.

1.212 Euro für eine 77-Quadratmeter-Wohnung in Innsbruck, 1.800 Euro für eine 57 Quadratmeter große Garçonnière im ersten Wiener Bezirk – für viele sind die Mieten in Österreich schon jetzt zum reinsten Luxus geworden. Und: Durch die gestrigen Erhöhung der Richtwertmieten zogen die Preise für 330.000 Altbauwohnungen in nur einem Tag noch einmal im Schnitt um 4,6 Prozent an. Die Details:

  • Laut Erhebungen der Statistik Austria zahlt man für eine Wohnung in Österreich heuer um 3,0 Prozent mehr als noch im Vorjahr.
  • Die Wirtschaftskammer wiederum hat herausgefunden, dass man im ersten Wiener Gemeindebezirk mit 12,6 Euro pro Quadratmeter (netto plus Betriebskosten und Umsatzsteuer) am tiefsten in die Tasche greifen muss.
  • Platz zwei geht an Wien-Döbling (10,8 Euro), Platz drei an Innsbruck mit (10,4 Euro). (Siehe Tabelle rechts.)

Reformgruppe arbeitet
 im Justizministerium
Fix ist: Die Wahlkampfversprechung der Politik, die Mieten zu senken, blieb bisher ergebnislos. Tatsächlich arbeitet im Justizministerium aber eine rund 15-köpfige Reformgruppe, der Mieter, Vermieter, Arbeiterkammer, Wirtschaftskammer angehören. ÖVP-Justizminister Wolfgang Brandstetter sagt: „Die Reformgruppe Mietrecht hat den klaren Auftrag, bis zum Sommer konkrete Vorschläge vorzulegen.“ Ziel ist es, das Mietrecht transparenter, einfacher und lesbarer zu gestalten.“

Entspannung in Sicht. Gleiches fordert auch Remax-Geschäftsführer Bernhard Reikersdorfer, verspricht aber auch: „In den nächsten zwei Jahren ist mit einer kurzfristigen Entspannung der Preisspirale zu rechnen.“

(mud, knd)

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