Digitalisierungs-Staatssekretär in oe24.TV über das geplante Verbot.
oe24: Die meisten Länder haben Social-Media-Verbote bis 16 Jahren. Warum planen Sie eines bis 14 Jahren?
Alexander Pröll: In Österreich darf man ab 16 Jahren schon wählen, deshalb peilen wir ein niedrigeres Alter an.
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oe24: Für welche Plattformen gilt dieses Gesetz?
Pröll: Faktisch geht es natürlich um die Plattformen, die diese schnell wiederkehrenden Videos bereitstellen, wo ein besonderes Suchtpotenzial besteht. Da muss man sich so vorstellen, Plattformen haben hunderte Ingenieure, die sich genau damit beschäftigen, wie kann ich hier abhängig machen und da wollen wir den Riegel vorschieben.
oe24: Zum Beispiel?
Pröll: Es geht um Instagram, um TikTok etc.
oe24: Gehört Youtube auch dazu?
Pröll: YouTube ist Teil der Diskussion, da kann ich jetzt noch nicht vorgreifen. Worum es nicht geht, ist zum Beispiel WhatsApp, weil da viele Kinder mit den Eltern kommunizieren.
oe24: Wie überprüfen Sie das Alter?
Pröll: Der Idealfall wäre, dass es eine europäische Lösung gibt. Sonst sind mehrere Varianten im Gespräch. Die ID Austria, aber auch Drittanbieter.
oe24: Wie Gibt es auch Strafen?
Pröll: Ja, es soll nicht zahnlos sein.
oe24: Für wen?
Pröll: Die Strafen sind nicht für die Eltern, sonder für die Plattformen. Die Plattformen wollen wir nämlich in die Verantwortung nehmen.
Das ganze Interview mit Alexander Pröll gibt es auf oe24.TV