Wirtschaft

Schock-Umfrage zum Jahresstart: So schwarz sehen die Österreicher

Die Österreicherinnen und Österreicher leiden unter der Teuerung und den steigenden Lebenshaltungskosten.

Rund 60 Prozent machen sich deswegen starke Sorgen, gefolgt von der Zuwanderung (45 Prozent) und der wirtschaftlichen Lage in Österreich (44 Prozent). Eine Erholung der Wirtschaft sieht ein Viertel der Landsleute erst 2028 oder später, je 14 Prozent im ersten Halbjahr 2027 bzw. überhaupt nicht, ergab eine aktuelle IMAS-Studie.

Damit sehen die Österreicher ein Wirtschaftswachstum in immer weitere Ferne rücken, denn der Anteil, der dies erst in drei Jahren oder später sieht, ist im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozentpunkte gestiegen, 2023 meinten nur 19 Prozent, dass es so lang dauern würde. Dass dies überhaupt nicht mehr zutrifft, glaubten Ende 2025 exakt doppelt so viele Befragte wie 2024, nämlich 14 Prozent im Vergleich zu sieben. Ende 2025 konnten sich 41 Prozent eine Erholung der Wirtschaft - in Abstufungen - bis Ende 2027 vorstellen. Zum Jahresende 2024 meinten noch 51 Prozent, dass sich die Lage bis Ende des nächstfolgenden Jahres, also 2026, bessern werde. Auch die Sorgenthemen beschäftigen mehr Menschen als noch im Vorjahr. Teuerung und hohe Lebenshaltungskosten bereiten acht bzw. sechs Prozent mehr Leuten Unbehagen.

 

Das Tortendiagramm zeigt, wie schnell die österreichische Wirtschaft sich laut Umfrage von Krisen erholen wird. 4 % erwarten eine Erholung im ersten Halbjahr 2026, 13 % im zweiten Halbjahr 2026, 14 % im ersten Halbjahr 2027 und 11 % im zweiten Halbjahr 2027. 25 % rechnen mit 2028 oder später, 14 % glauben an keine Erholung mehr und 21 % wissen es nicht oder machen keine Angabe. Quelle: IMAS.

 

Gesundheit größter Wunsch für 2026

Für das noch neue Jahr wünschen sich - in einer offenen Fragestellung - die meisten, nämlich knapp ein Viertel, einfach Gesundheit für sich und die Familie. 17 Prozent hoffen, dass sich ihre persönliche Lebenssituation verbessert, je zwölf Prozent sehnen schulischen oder beruflichen Erfolg und ein Ende der Teuerung herbei. Je neun Prozent möchten Urlaub machen und wünschen sich, dass die Kriege aufhören. Der Wunsch nach Gesundheit ist wie auch in den vergangenen Jahren Spitzenreiter, Ende 2023 äußerte das sogar fast ein Drittel der Österreicher. Die Beendigung der Kriege war 2025 nur mehr für neun Prozent wichtig, 2024 setzten dies noch 17 Prozent auf ihre Wunschliste und 2023 waren es 21 Prozent.

IMAS befragte für die Studie 1.022 Österreicherinnen und Österreicher, statistisch repräsentativ für die Bevölkerung ab 16 Jahren in persönlichen Interviews von 5. bis 26. November 2025.

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