Migration

Schon 1.426 Asylanträge entfallen heuer auf Babys

Heuer gibt es in Österreich um 45 Prozent weniger Anträge im ersten Jahresdrittel bis April. Der Großteil der Anträge entfällt mittlerweile auf Kinder von 0 bis 7 Jahren.

Schon rund 1.426 Asylanträge von Babys und nachgeborenen Kindern von Asylwerbern gibt es heuer in Österreich!

3.397 Anträge wurden von Jänner bis inklusive April eingebracht, was gesamt ein Rückgang von 45 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2025 ist. 

Lediglich 1.410 der Ansuchen waren originär, also von neu eingereisten Personen. Der Rest entfällt etwa auf nachgeborene Kinder. So sind heuer auch die Null- bis Siebenjährigen mit einem Anteil von über 42 Prozent (also 1.426 Personen) die mit Abstand stärkste Altersgruppe in der Antragsstatistik.

Syrer stellten am meisten Anträge

Syrer liegen zahlenmäßig insgesamt an der Spitze, doch sind gleich 736 der 856 Anträge von Bürgern des Landes nicht originär, also nur eine kleine Zahl der Ansuchen von neu ins Land kommenden Personen. Die meisten originären Anträge kamen in den ersten vier Monaten von Afghanen.

Grundversorgung geringer ausgelastet

Langsam zurück geht auch die Auslastung der Grundversorgung, die sich Anfang Mai um 48.281 Personen kümmerte. Das sind etwa 4.600 Personen weniger als zu Jahresbeginn, der größte Teil davon Vertriebene aus der Ukraine. Immerhin 1.126 Grundversorgte sind unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.

Aus dieser besonders vulnerablen Gruppe kamen im ersten Jahresdrittel 57 Personen nach Österreich, eine davon sogar unter 14. Das häufigste Herkunftsland der unbegleiteten Minderjährigen ist Somalia. Von den 16 weiblichen Flüchtlingen aus dieser Gruppe kamen gleich elf aus dem afrikanischen Land. Auch bei den männlichen stehen Somalier deutlich an der Spitze.

Mehr als 5.000 Schutztitel

Schutztitel erteilt wurden in den ersten vier Monaten in 5.041 Fällen. Subsidiären Schutz gab es dabei ein wenig häufiger als Asyl.

Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) sieht insgesamt eine richtige Entwicklung. Es gehe um den Kampf gegen Missbrauch und den Schutz des Systems, um jenen zu helfen, die tatsächlich Hilfe brauchten, erklärte der Ressortchef in einer schriftlichen Stellungnahme.

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