2:7 - Toller Kampf blieb unbelohnt

Eishockey-WM

2:7 - Toller Kampf blieb unbelohnt

Nach 9 Minuten schon 0:2 zurück - Team trifft zweimal in Unterzahl.

Wie erwartet machte Gastgeber Finnland von Beginn an ordentlich Druck. Unsere Cracks hatten alle Hände voll zu tun, konnte aber den denkbar schlechten Start nicht verhindern. Pihlstrom fälschte einen Schuss zum frühen 1:0 ab (5.). Dann plötzlich die große Chance auf den Ausgleich: Superstar Thomas Vanek fuhr alleine auf das finnische Tor, doch er verlor den Puck. So konnte Savinainen nach einem Gestochere auf 2:0 erhöhen (9.).

Lukas und Herburger sorgen für kurze Hoffnung
Im zweiten Abschnitt schalteten die Finnen einen Gang zurück, dennoch blieb es stets brandgefährlich. Außerdem kamen Strafminuten für Österreich hinzu: Robert Lukas und André Lakos saßen auf der Strafbank und Finnland erhöhte durch Kontiola auf 3:0 (28.). Da sah Finnland schon wie der sichere Sieger aus, doch im Schlussdrittel wurde es plötzlich wieder spannend: In Unterzahl (Daniel Welser kassierte eine Spieldauerstrafe) gelangen Österreich durch Robert Lukas (41.) und Herburger (43.) zwei (!) Treffer -2:3. Die Aufholjagd blieb aber unbelohnt. Korpikoski (50./PP) und Hagman (51.) sorgten mit einem Doppelschlag für klare Verhältnisse. Am Ende fixierten Koskiranta (56.) und Savinainen (58./PP) den 7:2-Endstand der Finnen.

Morgen Duell mit Russland
Da wartet ein ganz harter Brocken auf Thomas Vanek und Co. Morgen muss sich unsere Nationalmannschaft ausgerechnet gegen Rekordweltmeister Russland behaupten - eine schier unmögliche Aufgabe. Alleine ein Blick auf die Bilanz sorgt für Schrecken: In 18 Spielen gab es nur einen Sieg, das Torverhältnis lautet 30:129.

1994: Beim letzten Aufeinandertreffen gab es 2009 eine 1:8-Abfuhr in einem Testspiel in Innsbruck. Bei einer Weltmeisterschaft standen sich beide Teams zuletzt 2005 in Wien gegenüber, da verkaufte sich Österreich gut, verlor nur 2:4. Und der einzige Sieg? Den gab es 1994 bei einem Freundschaftsspiel in Zell am See -1:0.

Pleite: Verstecken muss sich Österreich trotz dieser Bilanz nicht. Denn bei den Russen läuft es nicht rund, es gab sogar eine historische Pleite gegen Frankreich. Ein Vorbild für uns.

Schweiz steht im Viertelfinale

5 Spiele, 5 Siege -so lautet die eindrucksvolle Bilanz der Schweiz, die als einziges Team noch ohne Niederlage ist und im Viertelfinale steht. Gestern fertigten die Schweizer Dänemark 4:1 ab. Cunti (2./PP), Gardner (32./PP), Suri (44.), Niederreiter (55./PP) trafen. Jensen (34.) konnte kurz auf 1:2 verkürzen.

Favorit: Ebenfalls im Viertelfinale ist Kanada. Nur gegen die Schweiz setzte es eine 2:3-Niederlage im Penaltyschießen. Ansonsten zeigt die Mannschaft bisher tolles Eishockey. Auch Gastgeber Schweden wurde 3:0 vom Eis geschossen. Und jetzt kommt auch noch Verstärkung aus der NHL: Verteidiger Dan Hamhuis ist mit Vancouver aus den Play-offs ausgeschieden. Mit ihm ist Kanada ein heißer WM-Tipp.

Deutschland gerettet: Die Deutschen ziehen mit einem 2:0 gegen Lettland an Österreich vorbei, sind gerettet (siehe Kasten Seite 39) und haben sogar Viertelfinal-Chancen.

So bleiben wir erstklassig

  • Die Letten holen in ihren restlichen 2 Partien nicht mehr als einen Punkt. Bei Punktegleichheit zählt das direkte Duell, und das spricht für uns.
  • In unserer Gruppe B steigt der Letzte fix ab, der vorletzte Platz sollte zum Klassenerhalt reichen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Weißrussen nicht Gruppe-A-Letzte werden - als WM-Gastgeber 2014 können sie nicht absteigen. In diesem Fall steigt der Gruppen-Vorletzte mit der geringeren Punkteanzahl ab.
  • Falls Lettland gegen Frankreich nicht mehr als einen Punkt holt, bleiben wir fix oben.
  • Falls Lettland gegen Frankreich siegt, müssen wir gegen Russland 1 Punkt holen und hoffen, dass die Letten gegen Finnland leer ausgehen.

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