Heimniederlage für die Capitals

Eishockey

Heimniederlage für die Capitals

Die Graz 99ers holen sich in Wien den Sieg nach Penalty-Schießen.

Die Vienna Capitals haben in der 12. Runde der Erste Bank Eishockey Liga vor eigenem Publikum gegen die Moser Medical Graz 99ers mit 3:4 n.P. (1:1,1:1,1:1/0:0/0:1) verloren und kassierten die zweite Niederlage in Folge. Die Wiener mussten verletzungsbedingt auf Stammgoalie Reinhard Divis verzichten. Toni Dahlman traf als einziger im Penaltyschießen.

   In einem ausgeglichenen und sehr defensiv geführten Spiel gingen die Capitals bereits nach 122 Sekunden durch Nageler in Führung. Die Grazer drehten jedoch die Partie Spiel durch Treffer von Lysak (8.) und Lange (29.), ehe Fortier zum 2:2 traf. Die Tore durch Ofner (44.) bzw. Lysak (57.) im Schlussabschnitt brachten keine Entscheidung nach 60 Spielminuten und auch in der Verlängerung viel kein Tor. Caps Verteidiger Ross Lupaschuk traf lediglich die Stange. Im Penaltyschießen sorgte schließlich Dahlman für die Entscheidung zugunsten der Steirer.

   Nach einem harten Check gegen den Kopf von Benoit Gratton, nachdem das Spiel bereits unterbrochen worden war, kassierte Guilaume LeFebvre eine Matchstrafe. Ihm droht eine Sperre von mehreren Spielen.

UPC Vienna Capitals - Moser Medical Graz 99ers 3:4 n.P. (1:1,1:1,1:1/0:0/0:1). Wien, Eissportzentrum Wien, 4.100, SR Altersberger, Veit. Tore: Nageler (3.), Fortier (34.), Ofner (44./PP) bzw. Lysak (8., 57.), Lange (29.), Dahlman (entscheidender Penalty). Strafminuten: 10 bzw. 21 + 10 Minuten-Disziplinarstrafe van Ballegooie + Matchstrafe LeFebvre.

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Negativ-Serie des VSV ging auch in Laibach mit 2:5 weiter

Der Villacher SV hat am Sonntag in der 12. Runde der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) seine Negativ-Serie fortgesetzt. Die Kärntner mussten sich bei Olimpija Ljubljana mit 2:5 (0:2,1:2,1:1) geschlagen geben und haben nun bereits acht Spiele en suite keinen Punkt gemacht. Die "Adler" bleiben damit Schlusslicht der Liga.

   Für die Gäste hat das Match aber auch wieder wie verhext begonnen: In der zweiten Minute traf Bacher nur die Stange, kurze Zeit stellte Music im Powerplay die Führung der Slowenen her. Dabei prallte der Puck von der Schulter von Goalie Starkbaum ins eigene Tor ab. Danach war wieder der Wurm drinnen bei den Villachern, die Slowenen erhöhten durch Golicic (15.) in Unterzahl und in der Folge durch Tayler im Powerplay (31.) auf 3:0. Dem 1:3 durch Toff (36.) folgte keine 90 Sekunden später das 4:1 durch Vedlin und schon kurz nach der zweiten Pause erhöhte Pance auf 5:1. Razingar konnte in der 49. Minute ein zweites Mal für den VSV anschreiben.

Olimpija Ljubljana - VSV 5:2 (2:0,2:1,1:1). Laibach, 2.500,
Gebei/Kincses. Tore: Music (4. PP), Golicic (15. sh), Taylor (31.
PP), Vedlin (38.), Pance (45.) bzw. Toff (36.), Razingar (49.).
Strafminuten: je 12

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Fünftes Heimspiel, fünfter Heimsieg - doch das 4:2 (3:1,0:0,1:1) von Meister Red Bull Salzburg am Sonntagabend im Schlager der zwölften Runde der Erste Bank Eishockey-Liga (EBEL) gegen den KAC war ein besonderer Sieg. Nach der sehr emotional geführten Finalserie 2011 fügten die "Bullen" im Salzburger Volksgarten den Klagenfurtern die erste Saisonniederlage in regulärer Spielzeit zu und revanchierten sich damit für das bittere 2:6 zum Saisonauftakt.

   Den Grundstein zum Erfolg legten die Gastgeber mit einem ausgezeichneten Startdrittel, in dem man über den Gegner förmlich hinwegrauschte. Jeremy Williams (5.), Douglas Lynch (11.) und Ryan Kavanagh (17.) bei seinem Ligadebüt (er hatte sich im ersten Spiel der European Trophy an der Schulter verletzt) sorgten für eine 3:1-Führung der Salzburger nach 17 Minuten. Für den KAC hatte Raphael Herburger (13.) zwischenzeitlich den Anschlusstreffer besorgt.

   Nach einem matten Mitteldrittel nahm die Partie im Finish wieder Fahrt auf, erst verkürzte Manuel Geier auf 2:3, dann traf Mike Siklenka für den KAC nur die Innenstange, ehe Manuel Latusa mit einem "Tor des Monats" alles klar machte: Mangels Anspielpartner kurvte er gleich zweimal um das KAC-Tor, ehe er die Scheibe ins kurze Eck (57.) schob und damit die 3.160 Zuschauer in Salzburg verzückte.

   "Trainer Pierre Page hat uns unter der Woche aufgetragen, Entscheidungen schneller zu treffen und direkter zum Torabschluss zu kommen, das haben wir heute gemacht. Vor meinem Tor habe ich immer einen Mitspieler gesucht, dann habe ich es selbst probiert - und es hat geklappt", erkläre Matchwinner Latusa.

   KAC-Trainer Manny Viveiros war naturgemäß enttäuscht. "Wir waren heute nicht bereit, sind erst im letzten Drittel in unser Spiel gekommen. Wenn man so spielt, kann man in Salzburg nichts gewinnen, auch wenn ich am Schluss mit der Leistung über weite Strecken nicht unzufrieden sein kann", lautete das Resümee des 45-Jährigen.
 

Red Bull Salzburg - KAC 4:2 (3:1,0:0,1:1). Salzburg, Eisarena Volksgarten, 3.160 Zuschauer, SR Berneker/Kellner. Tore: Williams (5.), Lynch (11.), Kavanagh (17.), Latusa (57.) bzw. Herburger (13.), M. Geier (46./SH). Strafminuten: 4 bzw. 6.   

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Die Linzer Black Wings haben am Sonntag in der 12. Runde der Erste Bank Eishockey-Liga mit einem 3:2-(2:0,1:2,0:0)-Erfolg bei Medvescak Zagreb die Tabellenführung zurückerobert. Dank des achten Sieges en suite liegen die Oberösterreicher in der Reihung nun einen Punkt vor dem KAC. Mann des Abends war Goalie Alex Westlund, der der Truppe von Rob Daum mit zahlreichen Paraden den ersten Auswärtssieg in Zagreb seit genau zwei Jahren ermöglichte.

   Irmen (5.) und Grabher Meier (17.) brachten die Linzer schon im ersten Drittel auf die Siegerstraße. Nachdem Keller zu Beginn des zweiten Spielabschnitts allein vor dem Zagreber Tor gescheitert war, fingen sich die Gäste im Konter den ersten Gegentreffer durch Martinovic (24.) ein. Entgegen dem Spielverlauf stellte MacDonald (35.) mit seinem zweiten Saisontreffer schließlich wieder den alten Vorsprung her.

   Wieder antwortete Zagreb aber mit einem Treffer, Westlund war beim abgefälschten Schuss Brines ohne Chance (39.). Das Schlussdrittel wurde schließlich zur Abwehrschlacht, in der die "Bären" mit voller Kraft auf den Ausgleich drängten, Linz aber mit Fortune und Kampfgeist u.a. auch eine Phase mit zwei Mann weniger heil überstand.

KHL Medvescak Zagreb - EHC LIWEST Linz 2:3 (0:2,2:1,0:0). Zagreb, Dom Sportova, 6.322, SR Fajdiga. Tore: Martinovic (24.), Brine (39.) bzw. Irmen (5.), Grabher Meier (17.), Macdonald (35.). Strafminuten: 8 plus je 10 gegen Delmore und Zanoski bzw. 6