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Eishockey-WM

Russland Gruppenerster nach Schweiz-Sieg

Dritter Sieg im dritten Spiel: Russlands Eishockey-Team ist Gruppensieger. Ungarn muss nach 1:3 gegen Weißrussland in die Relegation.

Weltmeister Russland hatte am Dienstag bei der Eishockey-WM erstmals zu kämpfen, geht aber nach dem dritten Sieg im dritten Spiel als Gruppensieger in die Zwischenrunde. Der Titelverteidiger besiegte den starken Gastgeber Schweiz in einem mitreißenden Spiel mit 4:2 (1:2,1:0,2:0). Russland gewann damit die Vorrundengruppe B, die Schweiz startet am Donnerstag gegen den Aufsteiger des Duells Österreich-Lettland in die Zwischenrunde.

Russland hat gegen die Eidgenossen zuletzt ausgerechnet bei der Heim-WM 2000 in St. Petersburg (2:3) verloren, der neunte Sieg in Folge war aber hart erkämpft. Der Auftakt für die mit elf Weltmeistern aus dem Vorjahr angetretenen Russen glückte noch nach Wunsch, nach 139 Sekunden traf Atjuschow zur Führung. Doch danach spielten nur noch die Schweizer (13:4 Torschüsse). Das Team von Ralph Krueger machte viel Druck und schoss im Powerplay vor 11.479 begeisterten Zuschauern eine 2:1-Führung heraus. Zunächst traf Gardener im ersten Überzahlspiel (10.), danach Plüss (18.).

Ilja Kowaltschuk, NHL-Torjäger der Atlanta Thrashers, schaffte in der 30. Minute den Ausgleich. In der 49. Minute nützten Kowaltschuk und Alexej Morosow, für viele Experten der vielleicht beste Spieler außerhalb der NHL, einen schweren Abspielfehler der Eidgenossen, nach herrlichem Doppelpass vollendete Morosow zum 3:2. Die Schweizer gaben sich aber noch nicht geschlagen, drängten auf den Ausgleich und nahmen auch den Torhüter heraus, 15 Sekunden vor Schluss erlöste Pereschogin aber die Russen. Das Schussverhältnis von 39:25 für die Schweizer spiegelt deren hervorragende Leistung wider.

In der Gruppe A verlor Aufsteiger Ungarn gegen Weißrussland mit 1:3 (0:1,1:0,0:2) und steht damit als erster Teilnehmer der Relegationsrunde fest. Die Ungarn, die erstmals seit 70 Jahren bei der A-WM sind, treffen zum Auftakt der Abstiegsrunde am Freitag (16.15) in Zürich auf den Vierten der Gruppe C, also Österreich oder Lettland. Kaljuschni erzielte im Powerplay das 1:0 für die Weißrussen (4.), Peterdi gelang in der 26. Minute der Ausgleich, ehe Ugarow den Sieg des Favoriten fixierte (55.). Grabowski setzte mit einem Schuss ins leere Tor den Schlusspunkt (60.).