Mutter Jarmila, Thomas und Vater Zdenek

Mutter Vanek

"Thomas ist keine Sieggarantie"

Im Interview mit ÖSTERREICH spricht Vaneks Mutter Jarmila über den Erwartungsdruck an ihren Sohn und die B-WM in Innsbruck.

ÖSTERREICH: Wie intensiv verfolgen Sie die Spiele Ihres Sohnes in Amerika?
Jarmila Vanek: So gut es aus Österreich geht. Ich schaue jeden Tag nach dem Aufstehen sofort im Internet nach, wie Buffalo gespielt hat.

ÖSTERREICH: Waren Sie nach dem Ausscheiden der Sabres sehr enttäuscht?
Vanek: Einerseits war es schon enttäuschend, andererseits bin ich froh, dass ich meinen Sohn jetzt eine Woche in Österreich habe. Aber natürlich hätte ich mich für Thomas sehr gefreut, wenn sie in die Playoffs gekommen wären. Für ihn wäre es das Größte, einmal den Stanley Cup zu gewinnen. Und ich wäre dann natürlich noch stolzer!

ÖSTERREICH: Wie halten Sie Kontakt mit Thomas?
Vanek: Wir telefonieren täglich über Skype. Während der Saison sind wir auch zwei oder drei Mal in Buffalo. Seitdem unser Enkelsohn da ist, fahren wir auch im Sommer nach Amerika. Dann nach Minnesota, wo Thomas und Ashley während der Sommerpause leben.

ÖSTERREICH: In Österreich ist Thomas jetzt ein großer Star, wirkt sich das auch auf Ihr Privatleben aus?
Vanek: Gottseidank noch nicht. Sie waren jetzt der erste Journalist, der sich vor der WM gemeldet hat.

ÖSTERREICH: Werden Sie bei der WM vor Ort in Innsbruck sein?
Vanek: Ja, sicher. Mein Mann und ich werden von Sonntag bis Sonntag in Innsbruck sein und in der Halle die Daumen drücken.

ÖSTERREICH: Spüren Sie, dass die Öffentlickeit Wunderdinge von Thomas im Team verlangt?
Vanek: Naja, natürlich freue ich mich, dass die Zeitungen so viel über Thomas schreiben, aber ich habe auch ein wenig Angst, dass der Druck zuviel wird. Thomas ist ja keine Sieggarantie. Eishockey ist ein Teamsport. Aber Thomas ist den Druck schon als Kind gewöhnt gewesen – da war es aber natürlich leichter für ihn.

ÖSTERREICH: Ihr Tipp für die WM – schafft Österreich den Aufstieg?
Vanek: Das hoffe ich doch! Sie müssen einfach gewinnen.

Interview: Christian Schleifer/ÖSTERREICH