Krankls erste EURO-Zwischenbilanz

Nach der 1. Runde

Krankls erste EURO-Zwischenbilanz

Krankls Traum-Elf mit Schewtschenko, Jarmonlenko und Goalie Buffon.

Ich muss ehrlich sagen, dass ich von Spanien und Deutschland ein wenig enttäuscht bin. Die Spanier haben beim 1:1 gegen Italien ohne echten Stürmer gespielt – das ist zu wenig. Ich hoffe, dass Coach Del Bosque das ändert. Auch die Deutschen haben bisher nicht überzeugt, ihr 1:0 gegen schwache und lange Zeit viel zu defensive Portugiesen war eher glücklich. In dieser starken Gruppe ist noch alles drinnen. Die Franzosen haben das gleiche Problem wie die Spanier: Sie sind spielstark, aber ganz vorne fehlt die Kaltschnäuzigkeit. Aber das wird sich ändern. Die Topteams kommen noch.

 

Krankls Zwischenbilanz 1/4
Gruppe A: Die Russen überzeugen spielerisch
In Gruppe A ist Russland das spielerisch beste Team. Die Russen sind Fixaufsteiger. Dahinter wird es ein offenes Rennen geben. Titelchancen haben aus dieser Gruppe aber nur die Kicker aus St. Petersburg und Moskau. Ich bin gespannt, ob sie diesmal bis ins Finale kommen. 2004 war bekanntlich Spanien Endstation – im Halbfinale in Wien. 

 

"Meine Superstars der Euro"

Hans Krankl spricht Klartext: „Viele der sogenannten großen Stars haben mich bislang nicht überzeugt. Cristiano Ronaldo und seine Portugiesen waren eine Enttäuschung. Auch die Spanier und die Deutschen haben noch nicht so viel gezeigt.“

Für Krankl ist deshalb Andrej Schewtschenko der bisherige Superstar der EURO. „Unglaublich, was der in seinem Alter geleistet hat. Respekt! Ich bin gespannt, ob er das so durchhalten kann.“ Auch ein anderer Altmeister hat es dem „Goleador“ angetan: „Gigi Buffon. Der ist bislang bester Goalie des Turniers. Trotz der Wettgerüchte!“

Doch Krankl hat auch so manchen Jungstar entdeckt, dem eine große Zukunft bevorsteht. Der Russe Alan Dsagojew von ZSKA Moskau (zwei Tore beim 4:1 gegen Tschechien) zeigte gleich im ersten Match, was in ihm steckt. „Ein technisch brillanter, sehr beweglicher Stürmer, trickreich und torgefährlich“, adelt Krankl den 21-Jährigen.

Jarmolenko ist der kommende Superstar
Bei Gastgeber Ukraine stach neben Schew­tschen­ko vor allem Andrej Jarmolenko ins Auge. Der ist nicht nur wegen seines ­Vornamens ein möglicher Nachfolger von „Schewa“ als Superstar der Ukraine. „Was der gegen Schweden gezeigt hat, sowohl spielerisch als auch läuferisch, war stark“, so Krankl.

 

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