Fußball

0:21 - darüber lacht ganz Wien

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Unfassbare Wiener Oberliga-Partie zwischen NAC und Atletico. Für den Verband ist es eine peinliche Sache.

Die rund 100 Zuschauer in Wien-Nussdorf staunten nicht schlecht. Ein 21:0 gibt’s selbst in der Oberliga (fünfhöchste Spielklasse) nicht jeden Tag. Sogar die Anzeigetafel streikte nach dem 19:0. Dabei stand es zur Pause „nur“ 3:0. Schlag auf Schlag ging’s erst nach dem Wechsel. 18 Volltreffer in 45 Minuten, macht im Schnitt ein Tor in zweieinhalb Minuten.

NAC-Trainer Horst John: „Unser Gegner ist komplett eingegangen. Irgendein Spieler lag bei ihnen immer mit Krämpfen am Boden. Ich kenne nicht einmal eine Hobbymannschaft, die so schlecht ist.“

Zuschauer Lukse: „Es ging nur bumm, bumm, bumm“
Am Ende standen gar nur noch neun tapfere Spieler auf dem Platz. Unter den amüsierten Zuschauern war auch Vienna-Goalie Andi Lukse. Er sagt: „So etwas habe ich noch nie erlebt. Es ging nur bumm, bumm, bumm. Der Tormann hat mir richtig leid getan. Dabei hat er sogar einen Elfmeter gehalten.“

Wiener Verbandsboss jetzt für mehr Absteiger
Doch wie kann so etwas passieren? Letzte Saison wurde Atletico Vorletzter (Torverhältnis 33:113). Der Präsident wechselte zu Elektra und nahm die besten Spieler mit. Nur drei Kicker blieben über. „Den Rest habe ich aus dem Park geholt“, sagt Obmann Stankovic, der gegen den NAC auch zum Trainer wurde. Der eigentliche Coach Todorovic ergriff schon vor Saisonstart die Flucht. Deshalb gab’s auch keine Vorbereitung. Doch aufgeben will Atletico noch nicht.

Der Wiener Verbands-Boss Robert Sedlacek will reagieren, sagt: „So ein Ergebnis ist kein Renommee. Aber es liegt daran, dass nur eine Mannschaft absteigt. Unter Umständen werden wir das ändern. Lichtblick: Die Reserve verlor zuvor „nur“ 2:12!

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