David Alaba bei seiner Antrittsrede bei Real Madrid

Neuer Real-Star im Negativ-Fokus

Wappen-Kuss: Bayern-Fans sauer auf Alaba

Neo-Madrilene David Alaba küsste während seiner Vorstellung bei den Königlchen das Wappen seines neuen Klubs - einigen Bayern-Fans stößt das nun sauer auf.

Ganze zwölf Jahre lang streifte David Alaba das Trikot des FC Bayern über, mit einer kurzen Unterbrechung durch eine einjährige Leihe nach Hoffenheim. Durch seine Top-Leistungen und seinem chramanten Wiener Schmäh avancierte der mittlerweile 29-Jährige zum absoluten Fan-Liebling, war in Müchen Identifikationsfigur des Klubs.

Auch als sich der Abschied des ÖFB-Stars vom deutschen Rekordmeister abzeichnete, tat das dem Ansehen des flexiblen Abwehrspielers zunächst keinen Abbruch.

„Dieser Klub ist für mich nicht irgendein Verein, er ist Zuhause, Familie und Heimat“, sprach Alaba dazu im vergangenen Herbst, während im Hintergrund eine Schlammschlacht zwischen sienem Berater Pini Zahavi und dem langjährigen Bayern-Präsidenten Uli Hoeneß herrschte.

Alaba küsste Real-Wappen

Nicht einmal ein dreiviertel Jahr später heißt die neue Heimat des österreichischen Nationalspielers Madrid, Alaba ist jetzt „Teil der großen Familie von Real Madrid“, wie dessen Präsident Florentino Pérez bei Alabas offizieller Präsentation an diesem Mittwoch meinte.

Von Alaba kamen nicht nur warme Worte des Dankes zurück, es folgte auch eine umstrittene Aktion, die zahreiche Bayern-Fans in Rage brachte: Er küsste das Vereinswappen der Königlichen.

Für einige Beobachter ist solch eine Handlung Teil des Fußball-Business - für viele andere jedoch hat Alaba Hochverrat am Ex-Klub begangen. Auf Social Media ließen einige User ihrer Wut freien Lauf.

„Ekelhaft. Nach 12 Jahren bei Bayern küsst der eben das Real-Wappen. Ich kotze“, hieß es unter anderem auf Twitter, während ein anderer User schrieb: „Wenn ich schreiben würde, was mir bei dem Anblick durch den Kopf geht, wäre der Account ruck zuck gesperrt.“

Alaba: Real „der größte Verein“

Noch dazu goß der ÖFB-Teamkicker mit einem Sager bei seiner Antrittsrede Öl ins brodelnde Feuer: Alaba bezeichnete Real Madrid als den "größten Verein“.

„Ich hatte mehrere Angebote, hier geht für mich aber ein Traum in Erfüllung. Ich bin hier beim größten Verein der Welt, das erfüllt mich mit Stolz“, so Alaba über die Madridistas.

Ein Statement, welches bei Teilen des Champions-League-Siegers von 2020, zu dessen Leadern auch Alaba gehörte, als Provokation angekommen sein könnte.