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UEFA-Cup

Austria hat Respekt vor Vaalerenga

Vor allem das Kollektiv der Norweger hat Austria-Spion Michorl beeindruckt. Einzelspieler sollten für die Austria entscheiden.

Austrias Co-Trainer Sepp Michorl ist am Sonntag die erste Saison-Niederlage der Violetten in Klagenfurt erspart geblieben. Eine Spionagereise vor dem UEFA-Cup-Hinspiel am Donnerstag (20:30 Uhr) führte den Assistenten von Georg Zellhofer nach Sandefjord, wo er den 3:1-Auswärtserfolg des kommenden Gegners Vaalerenga IF beobachtete.

Kollektiv
"Das Team besticht vor allem durch ein sehr starkes Kollektiv", lautete Michorls erste Einschätzung nach dem siebenten Saisonsieg des Traditionsvereins aus Oslo, der nun bereits seit acht Partien ungeschlagen ist. Die Chancen auf ein Weiterkommen bezifferte Michorl mit 50:50. "Wir werden sicher zwei gute Tag brauchen. Was die Einzelspieler betrifft, bin ich aber überzeugt, dass wir stärker besetzt sind", gab sich der Zellhofer-Assistent insgesamt optimistisch.

Ungewöhnlich
"Vaalerenga agiert nominell mit einem offensiven 4-3-3-System", berichtete der Austria-Spion. Besonders auffallend sei der für nordische Mannschaften ungewöhnliche Spielstil: "Vaalerenga setzt auf Kombinationsfußball, weniger auf hohe Bälle." Auch der ehemalige Austrianer und aktuelle Norwegen-Legionär Markus Kiesenebner bestätigt Michorls Beobachtungen: "Oslo ist eine der wenigen Mannschaften in der Liga, die versucht, vor allem spielerisch zum Erfolg zu kommen."

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Starke Stürmer
Aus dem laufstarken und sehr diszipliniert auftretenden Kollektiv ragten für Michorl einige Akteure heraus: "Alle drei Stürmer präsentierten sich stark. Neben dem isländischen Teamstürmer Gunnar Thorvaldsson werden wir auch auf den junge Flügelstürmer Daniel Fredheim Holm und besonders auf Goalgetter Morten Berre aufpassen müssen, der diesmal gleich doppelt getroffen hat."

Überragende Defensive
In erster Linie liegen die Vorzüge der Norweger für Michorl aber in der Defensive: "Vaalerenga hat die zweitwenigsten Tore der Liga bekommen, mit zwei großen Innenverteidigern und speziell mit Teamverteidiger Storbaek rechts eine ganz starke Hintermannschaft." Bester Mann auf dem Platz war für Michorl Spielmacher Christian Grindheim, der mit seinen Pässen immer wieder für Gefahr sorgte und auch das Tor zum 1:0 erzielte. Ex-Austrianer Sebastian Mila saß nur auf der Ersatzbank und kam nicht zum Einsatz.

Der fünffache norwegische Meister wurde ins 200 Kilometer von Oslo entfernte Sandefjord übrigens von beachtlichen 2.000 Fans begleitet. Mit einem Wikinger-Ansturm zum Heimmatch im Horr-Stadion am Donnerstag ist aber nicht zu rechnen, da nur 300 Karten für die Gäste aufgelegt wurden.