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Rapid

Die große Versöhnung

Es herrscht wieder Frieden bei Rapid: Coach Peter Pacult und Stürmer-Star Stefan Maierhofer haben ihren Zwist in einem Gespräch ausgeräumt.

Bereits in der vergangenen Woche führte Pacult eine intensive Unterhaltung mit Stefan Maierhofer. Ein Thema: Die Vorkommnisse der vergangenen Wochen. Da hatte Pacult seine Nummer 9 via TV-Kameras attackiert, weil Leih-Stürmer Maierhofer (bis 2009 in Fürth unter Vertrag) sich nicht klar zu einem Verbleib in Hütteldorf bekannt hatte. „Der braucht sich jetzt nicht mehr zu deklarieren“, hatte Pacult in scharfem Ton erklärt. Zuvor musste Maierhofer beim Saison-Finish in Ried 90 Minuten auf der Bank schmoren ...

Wogen geglättet
Doch inzwischen sind die Wogen geglättet. Beide Seiten haben sich gründlich ausgesprochen. „Wir haben ein ganz normales Gespräch gehabt“, blockt Stefan Maierhofer die Nachfrage von ­ÖSTERREICH ab und erklärt sogar: „Es waren ja eigentlich nie Probleme zwischen dem Trainer und mir da. Im Gegenteil: Wir haben sehr erfolgreich zusammengearbeitet.“

Neue Hoffnung?
Gibt es plötzlich sogar neue Hoffnung auf einen Maierhofer-Verbleib beim Meister? ­Rapid-Sportdirektor Alfred Hörtnagl hatte bereits erklärt: „Stefan kann noch einlenken.“ Doch Maierhofer gibt derzeit „keine Wasserstandsmeldungen“ ab. Aus gutem Grund: „Ich will mich jetzt erstmal voll auf die EM konzentrieren“, sagt der 25-Jährige, der ab Donnerstag in Lindabrunn um einen Platz im 23-köpfigen Teamkader von Josef ­Hickersberger kämpft.

Selbstvertrauen
Maierhofers Chancen auf ein ­EURO-Ticket stehen derweil nicht schlecht. In einem Zeitungsinterview erklärte der Teamchef: „Maierhofer ist in der Luft stark und 2,02 Meter groß – ein Selbstvertrauen hat er übrigens für vier Meter.“ Klappt es mit der Europameisterschafts-Teilnahme, wäre es der Lohn für eine tolle Frühjahrsrunde des „Langen“. In elf Liga-Einsätzen (667 Minuten Netto-Spielzeit) für Rapid erzielte der Nieder­österreicher sieben Treffer und bereitete vier weitere vor. Unterm Strich stehen elf Scorerpunkte.

Neuzugang Toth
Derweil verzeichnet Rapid eine Neuverpflichtung: Mittelfeld-Talent Marcel Toth (18) kommt vom SC Neusiedl aus der Ostliga. Sportdirektor Alfred Hörtnagl: „Marcel soll ab der neuen Saison in Hütteldorf reifen.“ Toth soll auch bei den Amateuren (Ostliga) spielen.

Von Rolf Heßbrügge/ÖSTERREICH