Türken mit Militärjubel

Erdogan-Skandal bei WAC-Pleite

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Der WAC unterliegt Erdogan-Klub Basaksehir 0:1. Dessen Jubel sorgt für Aufregung.

Istanbul. Die erste Niederlage des WAC in der Europa League geriet in den Hintergrund, wurde von einem Skandal überschattet. Nach dem Goldtor von Başak­şehir, dem Klub von Türkei-Präsident Recep Tayyip Erdoğan, jubelten vier Spieler mit dem Militärgruß. Neben Torschützen Kahveci nahmen mit Robinho (Brasilien), Azubuike (Nigeria) und Višća (Bosnien) drei Nichttürken am Salutieren teil. Diese Symbolik hatte seit den Türkei-Länderspielen für große Aufregung gesorgt. Die Teamkicker hatten damit offen ihre Solidarität mit dem türkischen Militär bekundet, das aktuell in Nordsyrien im Einsatz ist.
 

WAC fällt auf Rang 3 zurück

 
Sportlich gab es für den WAC beim aktuellen Vierten der türkischen Liga trotz guten Starts nichts zu jubeln. „Dass wir gegen einen Gegner auf Augenhöhe nichts mitnehmen, ist enttäuschend. Es hat uns an Effizienz, Klarheit und Tiefgang gefehlt“, weiß Coach Struber. In der Gruppe ist der WAC nun Dritter. „Da ist alles offen.“ Im Parallelspiel gab es ein 1:1, für den WAC geht es am 7. November zu Hause gegen Ba­şak­şehir weiter.
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