Tritt Schweini nach Hand-Drama zurück?

DFB-Kapitän braucht Abstand

Tritt Schweini nach Hand-Drama zurück?

Der DFB-Kapitän Schweinsteiger wurde mit seinem Handspiel zur tragischen Figur gegen Frankreich.

Nach langer Knieverletzung war Schweinsteiger als Super-Joker von Jogi Löw mit nach Frankreich genommen worden. Und die Idee schien aufzugehen, gegen die Ukraine war "Schweini" zur Stelle und machte das wichtige 2:0. Im Halbfinale gegen Frankreich allerdings agierte er unglücklich und verursachte mit seinem Handspiel den vorentscheidenden Treffer zum 1:0 für Frankreich. Die Frage der Journalisten nach dem Spiel: Wars das Schweini? War das dein letztes Spiel im Team?

Schweinsteiger müde und traurig
Der große deutsche WM-Held von 2014 beantwortet deutschen Medien gegenüber die Frage ausweichend:  „Ich habe da nicht drüber nachgedacht, weil ich wirklich versucht habe, die ganze Energie, die ich habe, in dieses Turnier zu legen. Nach den zwei Verletzungen war das nicht so einfach. Es ist sehr enttäuschend, dass man ausscheidet.“ Und:  „Der Weg der Mannschaft geht mit Sicherheit weiter. Und bei mir persönlich – da muss ich erst mal Abstand gewinnen und überlegen.“ Das klingt eher nach Abschied.

Schweinsteiger macht den Boateng
Es war ein gefundenes Fressen für die Internet-Community. Jerome Boateng sorgte im Viertelfinale gegen Italien für einen unnötigen Elfmeter. Schlimmer noch: Mit seiner Flugeinlage und dem anschließenden Handspiel wurde er zum Gespött.

+++ Griezmann schießt den Weltmeister K.o. +++

Ob als Ballerina im rosa Tutu oder beim Netz-Block als Volleyballer - wie ein Lauffeuer verbreiteten sich die lustigen Fotomontagen. Schweinsteiger dürften offenbar Gefallen daran gefunden zu haben. Wenige Tage später war er es nämlich, der einen Strafstoß verschuldete.

Der Kapitän machte im Halbfinal-Hit gegen Frankreich gewissermaßen den Boateng. Er, hinter dessen Einsatz lange ein Fragezeichen stand, ging mit ausgestrecktem Arm in den Luftzweikampf, berührte den Ball mit jenem.

Bittere Aktion bei Jubiläum
Schiedsrichter Nicola Rizzoli, übrigens ein Italiener, pfiff, zeigte auf den Punkt - in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit! Antoine Griezmann nahm diese Einladung dankend an. Er verwandelte vom Punkt eiskalt, während Schweini ungläubig daneben stand.

+++ So verrückt tanzen Pogba und Griezmann +++

Bitter: Der Legionär von Manchester United avancierte mit seinem 38. Einsatz bei WM und EM zum Rekordspieler. Er überflügelte damit Ex-Teamkollege Miroslav Klose, der die Wertung vor Italiens Paolo Maldini anführte. Das Jubiläum hätte er sich wohl anders vorgestellt - zumal der Strafstoß der Anfang vom Ende für die deutschen Titel-Träume war ...

© APA