Meuterei gegen Coach Domenech - Ribery versucht zu vermitteln.
Nervenflattern bei Vizeweltmeister Frankreich vor dem morgigen WM-Auftakt gegen Uruguay! Die peinlichen Testspielergebnisse gegen Tunesien (1:1) und China (0:1) machen den Spielern Angst. Sie proben den Aufstand gegen Trainer Raymond Domenech , der nach der WM von Laurent Blanc abgelöst wird.
So ließ Abwehrchef William Gallas eine Pressekonferenz wenige Minuten vor dem Beginn platzen. „William hat entschieden, dass er während der WM nicht ein einziges Wort sagen will“, erklärte ein Sprecher der Équipe Tricolore. Der Arsenal-Profi isoliert sich und ist stinksauer auf Domenech. Weil der Patrice Evra als Kapitän den Vorzug gab. Gallas befolgt nicht einmal mehr die Anweisungen des Trainers.
Spieler machen sich für Henry-Einsatz stark
Bayern-Star
Franck Ribéry und Thierry Henry starteten einen Vermittlungsversuch. Aber
ohne Erfolg. Dabei ist der Barcelona-Stürmer selbst sauer auf den Coach.
Domenech will Henry nicht spielen lassen, weil dieser mit den Jungen nicht
harmoniere. Dabei sind es gerade seine Mitspieler, die ihn jetzt in die
Startelf reklamieren. Auch bei Chelsea-Profi Nicolas Anelka läuft es nicht
rund, er sei sehr nervös, heißt es aus Teamkreisen.
Goalie Lloris: „Sind auf der Suche nach uns selbst“
Einzig
Torhüter Hugo Lloris nahm Stellung zur angespannten Situation, sagte: „Wir
warten auf das erste Spiel mit etwas Sorge.“ Und: „Wir sind auf der Suche
nach uns selbst.“
Lange Zeit bleibt nicht mehr. Uruguay scharrt mit Superstar Forlán in den Startlöchern. Trainer Oscar Tabárez vielsagend: „Wir denken nicht an Frankreich, denn dann würden wir hier ja keinen Spaß haben.“