Keiner hat LUST(enau) auf Schlusslicht

Trainer-Fiasko

Keiner hat LUST(enau) auf Schlusslicht

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Tabellenschlusslicht Austria Lustenau kämpft nicht nur auf dem Spielfeld mit Misserfolgen – selbst die Suche nach einem Trainer-Nachfolger gestaltet sich für die Vorarlberger als echte Herausforderung. 

Nach der Entlassung von Ex-Coach Markus Mader vor rund drei Wochen hat Interimscoach und Sportkoordinator Alexander Schneider vorübergehend das Ruder übernommen. Diese Lösung ist jedoch nur als temporäre Maßnahme bis zur Winterpause gedacht. Für die Zeit danach wird nach einem neuen Cheftrainer gesucht, der als "Feuermann" den Verein vor dem drohenden Abstieg bewahren soll. Das große Dilemma: Trotz dringenden Bedarfs sind bisher keine vielversprechenden Kandidaten in Aussicht oder hat einfach niemand LUST(enau) auf diese "Mission Impossible"? 

Schierl: »Wir sind nicht bundesligatauglich«

Mit einer enttäuschenden Bilanz von 16 Spielen, kein Sieg und mageren drei Punkten steckt Austria Lustenau tief im Schlamassel. Die jüngste 0:3-Derby-Niederlage gegen den SCR Altach hat die Gemüter nur weiter aufgewühlt. "Das ist eine Draufgabe auf die beschissene Saison und noch ein Tiefpunkt. Mich zerreißt es innerlich fast. Man kann es eh nicht mehr verstecken. Es ist eine Qualitätssache, wir sind einfach nicht bundesligatauglich", brachte es Lustenau-Goalie Domenik Schierl auf den Punkt. 

Auch Schierl konnte die 13. Niederlage im 16. Ligaspiel am Dienstagabend nicht verhindern, sie hätte sogar noch höher ausfallen können. "Altach war in allen Belangen besser. Mein Tormannkollege von Altach hat sich nicht einmal hinschmeißen müssen", analysierte der 29-Jährige. Nach dem Schlusspfiff musste die Lustenauer Mannschaft zum Rapport vor dem Auswärtssektor antreten, zuvor hatten die grün-weißen Fans mit einem Feuerwerk für eine Spielunterbrechung gesorgt.

Am Samstag wartet der LASK im letzten Spiel vor der Winterpause und im ersten Heimspiel in Bregenz, da das eigene Stadion bis Saisonende umgebaut wird. Trainer Schneider versuchte, vor dem Jahresabschluss gegen den Tabellendritten aus Linz positiv gestimmt zu bleiben. "Wir müssen uns aufrichten und versuchen, es im nächsten Spiel besser zu machen. Anders geht es nicht", so der 30-Jährige. 

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