Bundesliga: Tirol steigt ab - Austria tankt Selbstvertrauen

Alle Ergebnisse der Quali-Gruppe

Bundesliga: Tirol steigt ab - Austria tankt Selbstvertrauen

+++ WSG Tirol gegen Admira - 0:0 +++ Austria gegen Mattersburg - 1:0 +++ St. Pölten gegen Altach 2:0 +++

WSG Tirol nur 0:0 gegen Admira: Bundesliga-Aus nach nur einer Saison


WSG Tirol ist am Samstag aus der Fußball-Bundesliga abgestiegen. Die Wattener kamen in der letzten Runde der Qualifikationsgruppe in Innsbruck gegen die Admira nicht über ein 0:0 hinaus und müssen damit nach einem Jahr wieder Abschied von der höchsten Spielklasse nehmen.

Die Südstädter beendeten die Saison zwei Punkte vor dem Team von Thomas Silberberger als Vorletzter und gehen im September in ihre zehnte Oberhaus-Saison in Folge. Der WSG hätte ein Sieg zum Liga-Verbleib gereicht, allerdings ließen Stefan Maierhofer und Zlatko Dedic Topchancen aus.

In einer Partie mit vielen Zweikämpfen und hohen Bällen vergab Maierhofer bereits in der fünften Minute seinen ersten Sitzer, als er nach Flanke von Florian Buchacher aus rund drei Metern über das Tor köpfelte. In der 31. Minute verlängerte Maierhofer per Kopf auf Zlatko Dedic, doch der Slowene verstolperte die große Gelegenheit nahezu vom selben Rasenziegel wie zuvor der Zwei-Meter-Stürmer.

Doch auch die Admira sorgte für Gefahr, und zwar durch Maierhofers ehemaligen Rapid-Sturmpartner Erwin Hoffer. Einen Schuss des Ex-Teamspielers lenkte Goalie Ferdinand Oswald an die Außenstange (11.), bei einer weiteren Hoffer-Chance rettete der WSG-Kapitän mit einer Fußabwehr (32.).

Die zweite Hälfte begann wieder mit einem Hochkaräter für Maierhofer, der 37-Jährige köpfelte neuerlich aus etwa drei Metern neben das Ziel. Die mangelnde Effizienz setzte sich in der 82. Minute fort: Dedic schoss aus kurzer Distanz an die Stange, den abspringenden Ball rollte der eingewechselte Kelvin Yeboah neben das Tor.

Im Finish warfen die Gastgeber noch einmal alles nach vorne, allerdings erfolglos - sehr zur Freude von Admiras Sportchef Felix Magath, der auf der Tribüne des Tivoli-Stadions mitzitterte.


Austria geht mit Erfolgserlebnis ins Play-off

Die Austria geht mit einem Erfolgserlebnis im Gepäck ins Europa-League-Play-off der Fußball-Bundesliga. Mit einem 1:0 (0:0) gegen den SV Mattersburg holten die Wiener am Samstag zum Abschluss der Qualifikationsgruppe den siebenten Sieg im zehnten Spiel. Maximilian Sax traf in der 54. Minute entscheidend.

Austria-Trainer Christian Ilzer schonte seine Parade-Elf bereits für das Heimspiel gegen Altach am Mittwoch (20.30 Uhr). Gegen die Vorarlberger steigt ein Entscheidungsspiel um die Chance, sich im Play-off-Finale mit Hartberg zu messen. Mattersburg beendet die Saison auf Rang zehn. Die Partie könnte das Abschiedsspiel von Franz Ponweiser als Chefcoach des SVM gewesen sein. Ponweiser, er ist auch Sportlicher Leiter des Vereins, könnte für seinen nunmehrigen Co-Trainer Markus Schmidt Platz machen.

Wie nicht anders zu erwarten stand die Partie im Zeichen der Reservisten und Debütanten. Bei der Austria hütete Mirko Kos das Tor, Offensivmann Aleksandar Jukic stand ebenfalls erstmals für die Profis am Feld. Mattersburg lief mit jungen Kräften wie Torhüter Bernhard Unger, Nico und Luca Pichler oder Filip Borsos ein. Im Kader fehlte u.a. Andreas Gruber, der zwölffache Saisontorschütze dürfte die Burgenländer verlassen.

Als Kapitän der Gäste begann Nedeljko Malic, der im Frühjahr zuvor nur in einem Spiel zum Einsatz gekommen war. Nach sieben Minuten machte der 32-jährige Verteidiger für Jano Platz und erhielt bei seinem Abschiedsspiel im Mattersburger Trikot Applaus von beiden Seiten. 14 Jahre lang war Malic Teil der SVM-Profis.

Bei sommerlichen Temperaturen suchten beide Teams den Weg nach vorne, der letzte Nachdruck fehlte jedoch. Nach einer halben Stunde kam Jukic zum Abschluss, Unger parierte (29.). Mattersburgs Schlussmann ließ sich auch von einem Monschein-Schuss aus spitzem Winkel nicht überraschen (34.). Mattersburgs einzige Chance in der ersten Spielhälfte war die größte: Nach einem Schnitzer in der violetten Innenverteidigung lief Victor Olatunji alleine Richtung Kos, wurde aber immer langsamer und ließ sich den Ball vom Fuß klauben (37.).

Ilzer nahm nach dem Seitenwechsel Monschein und Abwehrchef Michael Madl vom Rasen. Sax' Tor entsprang einem zu langsamen Aufrücken der Mattersburger, Bright Edomwonyis Ballannahme wurde zur Idealvorlage für den Torschützen. Mattersburg konnte nicht mehr kontern. Erst spät fand das Ponweiser-Team noch eine Möglichkeit vor, Alois Höller schoss aber weit am Tor vorbei (86.). Die Austria ließ noch Möglichkeiten auf einen höheren Sieg aus. Sie gewann gegen Mattersburg damit alle vier Saisonduelle.

St. Pölten gewann "Testspiel" gegen Altach 2:0

Altach muss ohne Erfolgserlebnis ins Europa-League-Play-off-Duell mit der Austria am kommenden Mittwoch gehen. Während die Wiener am Samstag in der 32. und letzten Runde der Qualigruppe der Fußball-Bundesliga ein 1:0 über Mattersburg feierten, unterlag Altach bei St. Pölten in einem Spiel mit Testcharakter 0:2 (0:0). Die Tore erzielten Sandro Ingolitsch (79.) und Daniel Schütz per Elfer (82.).

Von Beginn an war zu merken, dass es für die Teams um nichts mehr ging, beide Trainer rotierten kräftig. St. Pöltens Coach Robert Ibertsberger brachte sechs Neue im Vergleich zum 3:0 zuletzt bei der Admira, bei Altach standen acht "Neue" in der Startformation. Einer davon war Kapitän Philipp Netzer, der sein Comeback nach genau elf Monaten gab.

Spielerisch plätscherte die Partie lange dahin. St. Pölten überließ den Gästen Platz zum Aufbau, je näher es aber zum Tor ging, desto weniger gefährlich wurden die Vorarlberger. Die beste Gelegenheit fand dann prompt St. Pöltens Issiaka Ouedraogo vor, seinen Schuss von der linken Seite konnte Goalie Martin Kobras aber an die Stange lenken (37.).

Auch nach der Pause - Altach-Coach Alex Pastoor wechselte gleich dreifach - verzeichnete Altach mehr Ballbesitz, bis zur ersten guten Möglichkeit dauerte es aber wiederum rund eine Viertelstunde, Christian Gebauer verzog von der Strafraumgrenze nur leicht (62.). Im Finish ging dann aber mehr Gefahr von den Hausherren aus, die innerhalb von vier Minuten die Entscheidung herbeiführten. Erst traf Ingolitsch mit einem schönen Schuss ins lange Eck, dann war Schütz vom Elferpunkt zur Stelle. Herausgeholt hatte den Strafstoß der von Matthias Maak gefoulte 18-jährige Bundesliga-Debütant Marcel Tanzmayr.


 

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