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Nach Hartberg-Blamage

Hans Krankl rechnet mit Rapid ab

Hans Krankl spricht nach 0:3-Blamage Klartext: "Wo soll das Desaster noch hinführen?"

Die Leistung ist für mich unbegreiflich und unerklärlich, da fehlen mir die Worte. 0:3 beim Aufsteiger in Hartberg – das ist für Rapid der Tiefpunkt vom Tiefpunkt. Zwei Wochen hatten die Hütteldorfer in der Pause Zeit, um sich auf dieses Spiel vorzubereiten. Sogar eine Aufbruchsstimmung war zu spüren. Die Verantwortlichen sprachen von einem positiven Gefühl. Und dann das. Das hat sich Didi Kühbauer mit Sicherheit nicht erwartet. Jetzt gehört die Mannschaft in die Pflicht genommen. Was die Woche für Woche auf den Platz bringen, ist mir ein Rätsel. Keine Körpersprache, kein Zusammenhalt, ideenlos und fehleranfällig – da fehlt es wirklich an allem. Dass sich Kapitän Schwab nach dem Spiel hinstellt und sagt, dass Rapid nicht als Einheit auftritt und keine Begeisterung am Fußballspielen hat, ist für mich der Gipfel.  
 
Unglaublich. Didi muss hart durchgreifen und ein Machtwort sprechen. So geht es nicht weiter – wo soll das Ganze noch hinführen? Am Donnerstag geht es in der Europa League zu Villarreal. Die sind zwar heuer keine echte Größe in Spanien, aber – bei allem Respekt vor Hartberg – sicher um drei Klassen stärker als der Aufsteiger. Wenn in den nächsten zwei Tagen kein Ruck durch die Mannschaft geht, sehe ich für das Spiel und die ganze Saison schwarz. Immerhin: Die Blamage in Hartberg hat ganz klar gezeigt, dass es nicht am Trainer liegt.
 
Hinterfragen. Die Mannschaft muss sich jetzt hinterfragen. Jeder Einzelne muss darüber nachdenken, was es heißt, bei Rapid zu spielen. Das scheinen einige Spieler noch nicht begriffen zu haben. Aber nicht nur die Mannschaft sollte das tun. Auch die Führungsetage. Sie haben am Desaster zumindest eine Mitschuld. Präsident Krammer und die Geschäftsführer Peschek und Bickel haben diesen Kader zusammengestellt. Insbesondere die ersten beiden tun so, als wäre alles in bester Ordnung. Aber das war schon immer so.
 
Bedeutungslosigkeit. Der Ärmste ist jetzt Didi: Er muss den Scherbenhaufen wieder auf Vordermann bringen. Aber er wollte diesen Job unbedingt machen und wird auch zu seiner Entscheidung stehen. Lustig ist das aber sicher nicht. Insbesondere, weil es in den nächsten drei Spielen in drei Bewerben um viel geht. Da warten richtungsweisende Spiele in Europa League, Liga und Cup. Mit so einer Leistung wie in Hartberg stürzt Rapid in die Bedeutungslosigkeit ab.