Peter Linden

Linden LIVE: Sky-Verkauf ändert nichts für die Liga

In der Bundesliga läuft ein großer Strategieprozess, doch am Format der Zwölferliga rüttelt bis 2030 niemand. Währenddessen zittert Kärnten um seine Bundesliga-Zugehörigkeit.

Nicht nur im ÖFB, sondern auch in der Bundesliga läuft seit Wochen ein Strategieprozess. In mehreren Gruppen, in denen auch Klubvertreter dabei sind, wird sozusagen die Zukunft angedacht. Auch das Ligaformat. Allerdings gibt es vor 2030 keine Chance auf Änderung, also Aufstockung auf eine 16er-Liga, die das sportliche Niveau nochmals senken würde. Denn der letzten September für vier Saisonen abgeschlossene TV-Vertrag mit Sky ist an die Zwölferliga gebunden.

TV-Vertrag als Reform-Bremse

Ohne Zustimmung des Pay-TV-Senders geht vier Jahre gar nichts. Dass Sky Deutschland von RTL um vorerst 150 Millionen gekauft wurde, hat keine Auswirkungen auf Österreich. Sky Austria und seine Redaktion blieben selbstständig. Die Pläne beim neuen deutschen Streaming-Riesen mit 12 Millionen Abonnenten zielen auch auf mehr Fußball im Free-TV als bisher. Das wäre in Österreich schon beim neuen Vertrag möglich: Der ORF hat nächste Saison statt zwei vier Live-Spiele, vier weitere sind noch am Markt. Für die fand sich aber bisher kein Käufer.

Kärntner Überlebenskampf im Fokus

Eine Änderung könnte es in der Liga aber schon in der kommenden Saison geben: Erstmals ist seit 2013 kein Kärntner Klub dabei, wenn Wolfsberg nicht den Klassenerhalt schafft. Dazu müsste Samstag zum 60. Geburtstag von Präsident Dietmar Riegler der erste Sieg seit 7. Dezember oder zwölf Runden gelingen. Bemerkenswert, dass sich der neue Landeshauptmann Daniel Fellner via Facebook mit einem Appell bei Wolfsbergs Spielern meldete, von ihnen einforderte, Charakter zu zeigen. Das mag auch persönliche Hintergründe haben: Einer seiner Söhne spielt in der Wolfsberger Akademie.

Neustart in Klagenfurt mit Jancker

Schon letzte Saison kam der Absteiger mit Austria Klagenfurt aus Kärnten, der in der zweiten Liga Insolvenz anmeldete, nächste Saison in der Regionalliga Mitte beginnt. Das wurde möglich, weil das Klagenfurter Konkursgericht den Sanierungsplan akzeptierte. Das heißt, statt 5,65 Millionen müssen nur 20 Prozent davon bezahlt werden – 1,13 Millionen. Hinter dem steht mit Helmut Kaltenegger der designierte neue Präsident. Der schon letzte Saison eingegriffen hatte, als er Carsten Jancker statt Peter Pacult als Trainer durchsetzte und auch bezahlte. Für den Neustart in der Regionalliga wird er Jancker zurückholen. Bei DSV Leoben hinterließ der umstrittene Goldhändler Kaltenegger vor einem Jahr viel verbrannte Erde.

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