Wegen Regeländerung

F1-Knall: FIA ändert Miami-Plan

Kurz vor dem Ende der Rennpause in der Formel 1 überraschen die Sportbosse des Motorsport-Weltverbands FIA mit einer kurzfristigen Änderung. 

Nächsten Sonntag (3. Mai, ab 22 Uhr im oe24-LIVE-TICKER) ist das lange Warten zu Ende. Beim GP von Miami sollen die Formel-1-Stars wieder um den Sieg fahren. Nach den turbulenten Wochen mit viel Kritik an dem neuen Reglement und ersten Adaptierungen seitens der Verantwortlichen kehren die schnellsten Fahrer der Welt auf die Strecke zurück. 

Die für April geplanten Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien mussten bekannterweise aufgrund des Krieges im Iran abgesagt oder zumindest verschoben werden. Immer wieder tauchen nun Gerüchte auf, dass das Rennen in Jeddah im Dezember ausgetragen werden soll.

Doch nun blickt alles mit Spannung auf die ersten Runden mit den Regel-Anpassungen. Doch genau diese bringt auch einige Probleme mit sich, denn in Miami steht auch ein Sprint am Programm, weshalb das Programm nun kurzfristig geändert werden musste.  

FIA greift ein

Nachdem bereits am Freitag das Sprint-Qualifying ansteht, haben die Teams wenig Zeit, die Änderungen im Ernstfall zu testen. Deshalb hat die FIA nun beschlossen, dass das erste und einzige Training an dem Wochenende um 30 Minuten verlängert wird.

Statt 60 Minuten können sich die Piloten nun 90 Minuten mit dem neuen Boliden anfreunden. In den vergangenen Wochen berieten Vertreter der Teams, der Motorenbauer, des Weltverbands und der Rechte-Inhaber über Nachjustierungen, um der Kritik zu begegnen. Die ungeplant lange Rennpause wegen der Absage der beiden April-Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien gab dazu die Gelegenheit. "Mehr denn je standen die Fahrer im Mittelpunkt dieser Diskussionen, und ich möchte ihnen für ihren wertvollen Beitrag während des gesamten Prozesses danken", sagte Weltverbandschef Mohammed Ben Sulayem nach einem Treffen in London. Bevor die Regeländerungen in Kraft treten können, muss noch der Motorsport-Weltrat zustimmen.

Konstruktive Gespräche

Bereits zuvor hatte Toto Wolff in einer Videokonferenz von "konstruktiven Gesprächen" berichtet. Alle Involvierten würden dasselbe Ziel verfolgen. "Es geht darum, wie wir das Produkt verbessern, es zu einem echten Rennwagen machen und gleichzeitig die Sicherheit optimieren können - aber mit Bedacht und nicht mit Gewalt." Aus seiner Sicht komme man guten Lösungen zu einer Weiterentwicklung des Reglements näher. "Wir müssen aus der Vergangenheit lernen, in der Entscheidungen manchmal überhastet getroffen wurden, wir dann über das Ziel hinausgeschossen sind und erst später gemerkt haben, dass es nicht gut war", sagte der Wiener.

Mercedes hat alle drei Rennen dieser Saison gewonnen, die ersten beiden sogar mit einem Doppelsieg. Der italienische Teenager Kimi Antonelli führt die Gesamtwertung vor seinem Teamkollegen George Russell an. Vierfach-Weltmeister Verstappen im Red-Bull-Cockpit, der in den bisherigen drei Rennen nicht einmal in Podiumsnähe gekommen war, bezeichnete die Regeln als grundlegend fehlerhaft. Er deutete gar an, dass er aussteigen könnte, falls keine grundlegenden Änderungen vorgenommen werden.

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