Hirschers Knie-Operateur erklärt, woran es sich spießt – und macht Skifans Hoffnung.
Beim ServusTV-Besuch vor knapp zwei Wochen im Salzburger Hangar-7 erklärte Marcel Hirscher (36), weshalb sein geplantes Comeback vergangene Saison nicht funktionierte. Zur Erinnerung: Der Rekordweltcupsieger hatte im Dezember 2024 einen Kreuzbandriss erlitten und ist seither nicht in den Weltcup zurückgekehrt. oe24 hakte bei Hirschers Knie-Doc Jürgen Mandl nach.
Doc Mandl mit OP-Ergebnis »sehr zufrieden«
Hirscher auf ServusTV über die Zeit nach der Kreuzband-OP: „Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie so eine Reha verlaufen kann. Sie kann super verlaufen, was bei mir anfangs definitiv der Fall war. Dann ist es ein bissl kompliziert geworden – bis ich am 2. Februar gesagt hab: Ich muss es stoppen.“ Auf die Frage, was genau passiert sei, erklärte der Rekord-Weltcupsieger: „Die Entnahmestelle, wo die Struktur für die Plastik, also den Kreuzbandersatz, herausgenommen wird, kann Probleme machen, was bei mir eingetreten ist. Man kann auch nicht genau sagen, wie lang das dauert.“
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Dazu Mandl: „Aus meiner Sicht als Operateur ist alles sehr zufriedenstellend verlaufen, auch die Reha.“ Auf die zweite Hälfte der Reha habe er keinen Einfluss mehr gehabt. Offenbar kam es, wie auch Hirscher andeutete, zu Überlastungen im Bereich der Entnahmestelle der Kreuzband-Plastik. Mit dem operierten Knie sei, so Mandl, „alles in Ordnung.“ Deswegen sei eine Renn-Rückkehr, wie sie der Skistar offenbar plant, absolut realistisch.
Hirscher selbst weiß, dass er „nur geduldig weiterarbeiten“ muss. Es sei zwar, so der Wahl-Niederländer, „extrem zach, wie lang so etwas dauern kann, aber prinzipiell geht es mir gut.“ Hirscher hat sein Umfeld neu aufgestellt (u. a. mit Star-Physio Peter Meliessnig/siehe r.) und sucht nach „Therapie-Reizen, die die Reizung wegbringen können, und das braucht Zeit.“ Er müsse sich wieder an die Beanspruchung gewöhnen: „Skifahren ist einfach eine Extrembelastung.“