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Rapid feiert seine Schlussviertelstunde

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Die punktgleich überwinternden SK Rapid und WSG Tirol gehen mit Erfolgsserien in die Pause. Während man in Wattens nach starken Wochen einen Top-6-Platz feiert, hat in Hütteldorf ein durchwachsener Herbst immerhin die grün-weißen Traditionalisten zufriedengestellt.

Der späte 2:1-Sieg der Wiener am Samstag in Hartberg war weitere Werbung für Interimstrainer Zoran Barisic, unter dessen Leitung Rapid aus den letzten vier Spielen vor der Winterpause zehn Punkte holte.

"Ich spiele nicht Fußball, sondern die Jungs", nahm Barisic im Sky-Interview in der Oststeiermark keine Rosen an. Die Resultate würden passen, aber insgesamt gebe ihm "die Entwicklung Grund zur Freude", so Barisic nach dem letztlich freilich glücklichen Sieg. Ob der aktuelle Sportchef und Interimstrainer in Personalunion auch im kommenden Jahr auf der Trainerbank sitzt, wird sich nach der Club-Hauptversammlung am 26. November weisen.

In Hartberg sorgte Bernhard Zimmermann mit seinem 2:1 in der 88. Minute erneut für späte Glücksgefühle in grün-weiß. Zehn der 25 Rapid-Tore fielen in der Schlussviertelstunde, alle seine fünf Saisontore hat der 20-jährige Zimmermann als Joker erzielt. Barisic nutzte die Steilvorlage für ein Plädoyer auf die lange Rapid-Bank. "Wir sind eine Mannschaft, ein Team: Wir haben sehr viele Spieler, speziell im Offensivbereich, wo es sich viele verdient hätten von Anfang an zu spielen. Ich habe oft die Qual der Wahl." Es freue ihn "für den Zimmerl", so Barisic, und lobte den "Willen und die Leidenschaft" des ÖFB-U21-Teamspielers.

Wattens stärkstes Team in der Rückrunde

Eitel Wonne herrscht derweil in Wattens. Nach dem 2:0-Heimsieg gegen die SV Ried hat die WSG nun 13 Punkte aus den letzten fünf Runden, also seit Beginn der Rückrunde, gesammelt. Kein anderer Bundesligist hat mehr. Kein Wunder also, dass Trainer Thomas Silberberger die Herbstsaison gerne noch verlängert hätte. "Zwei Spiele würden wir noch vertragen. Jetzt, wo wir aktuell so in Form sind, hätten wir schon noch gern den WAC auswärts und Red Bull zuhause gespielt, weil wir jetzt auf einer Welle reiten. So musst du dir das alles erst wieder hart erarbeiten."

Mit 24 Zählern stehen die Tiroler derzeit in der Meistergruppe, die Tabelle werden sich wohl einige bei der WSG unter den Weihnachtsbaum hängen. "Natürlich freuen wir uns darüber. Das ist einfach der Lohn der Leistungen der letzten fünf Wochen. Wir haben in jedem Spiel versucht, als Sieger vom Platz zu gehen. Jetzt die Tabelle ist natürlich schön für uns", erklärte Verteidiger Osarenren Okungbowa. Nik Prelec, Torschütze gegen Ried, betonte zudem das funktionierende Teamgefüge. "Wir sterben auf dem Platz füreinander, das ist das Wichtigste."

Mit Sorge blickt Silberberger aber auf die Winterpause. "Bei uns gibt es keine Möglichkeit, dass wir auf einem Rasenplatz trainieren. Alle anderen Bundesligisten haben bereits die Rasenflächen zum Training." Daher werden die Tiroler wieder nach Meran/Südtirol ausweichen und auf ein Trainingslager in Malta setzen. Der Trainer fügte aber mit einem lachenden Auge hinzu: "Es fällt alles viel leichter mit diesem Tabellenstand."
 

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