Rührende Geste von Rapid-Trainer

Goran Djuricin

Rührende Geste von Rapid-Trainer

Djuricin kam zu spät zur Pressekonferenz. Das hatte gute Gründe.

Goran Djuricin ist dieser Tage wirklich nicht zu beneiden: Der SK Rapid steckt mitten im Abstiegskampf - und er muss den Rekordmeister vor dem Horror-Szenario retten: Um sich etwas Luft zum Tabellenkeller zu verschaffen, müssen gegen Angstgegner WAC am Samstag (18:30 Uhr im oe24-LIVE-TICKER) drei Punkte her.

"Ich weiß, wenn wir gewinnen, ist das gut für den Klub und für die Mannschaft", erklärt der Interimstrainer am Freitag: "Meine Karten werden dadurch wohl auch besser." Wie es mit ihm nach Saisonende weitergeht, ist noch unklar. Als "Co" des gescheiterten Damir Canadi wurde er zum Feuerwehrmann befördert.

Klar ist: Um sich für Höheres zu empfehlen, braucht Djuricin Siege. Am Montag legt Sportchef Fredy Bickel dem Präsidium eine Liste mit potenziellen Kandidaten vor. Ob er sich darauf befindet, interessiert ihn "überhaupt nicht. Es ist mir scheißegal".

Djuricin bringt alten Mann nach Hause

Der 42-Jährige war mit 15 Minuten Verspätung zur Pressekonferenz erschienen. Der Grund ist ein rührender, wie er erst auf Bitte des Pressesprechers erzählte: "Ich habe einem älteren Mann, der mit Krücken gegen eine Stiege gelehnt ist, geholfen. Er hat mir leid getan, deshalb bin ich bei ihm stehengeblieben."

Ein zweites Auto habe es ihm gleich getan, "der Rest ist weitergefahren und ich habe dann den Mann nach Hause gebracht. Er meinte, jetzt gibt es einen Rapid-Fan mehr in Wien". In der jetzigen Situation kann das nicht schaden.