Sturm mit Kantersieg im Pack-Derby

4:1-Triumph nach Rückstand gegen WAC

Sturm mit Kantersieg im Pack-Derby

Sturm Graz dreht einen 0:1-Rückstand, überläuft die schwache Defensive des WAC und siegt souverän mit 4:1 im Pack-Derby. 

Sturm Graz hat sich mit einem 4:1-Sieg beim WAC die ersten Punkte in der neuen Fußball-Bundesliga-Saison gesichert. Die Steirer machten am Sonntag in der Lavanttal-Arena einen frühen Rückstand durch Dominik Baumgartner (15.) wett und trafen vor der Pause durch Gregory Wüthrich (25.), Otar Kiteishvili (31.), Jakob Jantscher (32.) und David Affengruber (37.) innerhalb von zwölf Minuten viermal. Jantscher war an allen Toren beteiligt, schied aber nach einer Stunde verletzt aus.

Seine Achillessehnenverletzung soll ersten Informationen zufolge allerdings nicht allzu schlimm sein. Die Steirer schrieben nach dem Auftakt-1:3 gegen Titelverteidiger Salzburg erstmals an, die Kärntner sind nach dem 1:1 im Derby bei Austria Klagenfurt auch nach der 2. Runde unter Neo-Trainer Robin Dutt sieglos. Auch vergangene Woche hatten sie eine 1:0-Führung aus der Hand gegeben. Das war übrigens auch im zuvor letzten Liga-Heimspiel gegen Sturm in der Lavanttal-Arena - beim 1:3 am 22. Mai - der Fall gewesen. 

WAC-Tormann wackelt zu Beginn

Nach der offiziellen Verabschiedung von Ex-Abwehrass Nemanja Rnic, der dem Club als Amateure-Co-Trainer erhalten bleibt, legte der WAC vor 4.655 Zuschauern beinahe einen richtigen Fehlstart hin. Einen vor ihm hoch aufspringenden Ball konnte Manuel Kuttin nur mit Mühe auf der Linie abwehren. Es war der Auftakt eines unsicheren Aufrittes des WAC-Tormanns. In der vierten Minute musste dieser nicht eingreifen, da Baumgartner einen Dante-Volley zur Ecke abblockte. Sturm war besser in der Partie drinnen, in Führung gingen aber die Kärntner. Nach kurz abgespielter Ecke und Liendl-Idealflanke köpfelte Baumgartner ein.

Die Grazer ließen sich davon nicht beeindrucken, Kiteishvili (17.) und Ivan Ljubic (22.) waren bereits am Ausgleich dran, der dann in der 25. Minute fiel. Einen Jantscher-Eckball beförderte Wüthrich per Kopf ins Netz. Der WAC hätte eigentlich wieder vorlegen müssen, der israelische Neo-Stürmer Thai Baribo scheiterte aber an Jörg Siebenhandl und der Stange und setzte den Nachschuss daneben (28.). Das rächte sich schnell, da die Grazer bei Standards eine Klasse für sich waren.

Kiteishvili kam nach Jantscher-Eckball unbedrängt zum Kopfball und ließ sich diese Chance nicht entgehen. Eine Minute später profitierte Jantscher selbst von einem groben Kuttin-Schnitzer, der bei einem Klärungsversuch am Ball vorbei schlug, weshalb der Sturm-Angreifer ins leere Tor einschießen konnte. Der vierte Treffer wurde neuerlich durch eine Jantscher-Ecke eingeleitet. Über mehrere Stationen kam das Leder schließlich wieder zu Jantscher, und dessen Hereingabe köpfelte diesmal Affengruber ins Tor. Kuttin war ohne Abwehrchance, da Luka Lochoshvili den Ball noch abgelenkt hatte.

Mit einem Beinahe-Eigentor von Baumgartner (45.+1) wäre es für die Hausherren beinahe noch bitterer geworden. Nach Wiederbeginn gingen die Steirer die Sache ruhiger an, die Kärntner waren nach der Hereinnahme von David Gugganig samt Umstellung auf eine Fünferkette defensiv etwas stabiler. Chancen waren auf beiden Seiten Mangelware, beim WAC war ein Wernitznig-Freistoß das Gefährlichste (48.).

Sturm ging also wie am Mittwoch beim 3:2-Testspielerfolg gegen den italienischen Serie-A-Verein Udinese als Sieger vom Platz. Gastspiele beim WAC bleiben in guter Erinnerung, 2020/21 hatte man dort mit einem Sieg und einem Remis auch nicht verloren. Für die Grazer geht es am Samstag zu Hause gegen Altach weiter, die Kärntner sind am Sonntag bei Rapid zu Gast.